Burg (eb/aku). In der Konzertreihe „Musik in Burger Kirchen“ erklingen am Sonntag, 11. Juni 2017 um 15 Uhr in der gotischen Kirche Unser Lieben Frauen in Burg romantische Harfen- und Flötenklänge.

Die Harfenistin Dagmar Flemming gastiert zum wiederholten Male in Burg. Als Duopartnerin wird Flemming von der japanischen Flötistin Yasuko Fuchs-Imanaga begleitet. Dagmar Flemming zählt wohl zu den bekanntesten Harfenistinnen Deutschlands. Sie begann ihr Musikstudium an der Hochschule der Künste Berlin und machte ihren Abschluss als „Solo- und Konzertharfenistin“ an der Musikhochschule „Hanns Eisler“, Berlin. Während ihres Studiums vervollkommnete sich ihr Harfenspiel für Klassik-, Mittelalter- und Barockharfe unter anderem bei den Professoren Maria Graf, Edward Witsenburg und Andrew Lawrence King. An der Musikschule Berlin-Steglitz ist Dagmar Flemming als Dozentin für Harfe tätig. Neben ihrer Mitgliedschaft und als Gast mehrerer Orchester, bei denen sie überwiegend als Solistin auftritt, musiziert sie in Kammermusik-Besetzung mit Gesang, Flöte, Streichern, Klavier und Orgel. Mit ihrer 14-jährigen Tochter Jessyca hat sie das Harfenduo „Saitenzauber“ gegründet, um auch diese reizvolle Kombination dem Publikum zugänglich zu machen. Dagmar Flemming interessierte sich schon immer für jede Epoche der Musikgeschichte. Im Laufe ihrer Berufstätigkeit entwickelte sie eine Vortragsweise der „musikalischen Kommunikation“. Um Ihr Publikum zu unterhalten, setzt Dagmar Flemming die Moderation als Stilmittel ein. So vermittelt sie ihre Musik durch passende Kommentierungen, die auch Anekdoten sein können. Die Vorliebe der Harfenistin gehört der romantischen und der klassischen Harfenmusik, wobei sie die barocke Harfenmusik auch sehr reizvoll findet, vor allem, wenn sie diese auf einem historischen Instrument darbieten kann. Spezialisiert hat Dagmar Flemming sich auf Originalwerke für Harfe, da nur ein für die Harfe geschriebenes Werk diesem Instrument auch gerecht werden kann. Ihre Duettpartnerin Yasuko Fuchs-Imanaga, die in Japan geboren wurde, studierte an der Kunitachi-Hochschule für Musik in Tokio. Nach Diplomabschluss absolvierte sie ein weiteres Studium am Konservatorium der Stadt Wien. Ihren Abschluss erhielt sie mit Auszeichnung. 1985 wurde sie Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb für Bläserkammermusik in Graz. Anschließend erhielt sie eine Professur für Flöte am Konservatorium der Stadt Wien. Vor ihrem Umzug 1994 nach Berlin war sie als Solo-Flötistin in mehreren Wiener Kammerorchestern tätig.
Ebenso war sie auch oftmals Solo-Flötistin der Wiener Volksoper. In Berlin führt sie ihre rege Tätigkeit als Solistin und Orchestermusikerin fort. Zu hören sind bekannte Melodien aus dem 19. Jahrhundert. Das Konzert findet im Rahmen der Feierlichkeiten zur Jubelkonfirmation 2017 schon um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Unterstützung der Konzertreihe bittet die Kirchengemeinde herzlich.