Magdeburg (mey). Schon zum achten Mal würdigte das Integrationsministerium des Landes Sachsen-Anhalt Projekte und Initiativen. In diesem Jahr wurden am Dienstag, 21. November 2017, auch zwei Burgerinnen für ihr Engagement ausgezeichnet.

Etwa 80 Vereine, Unternehmen und andere Institutionen aus ganz Sachsen-Anhalt hatten sich im Vorfeld für den Integrationspreis beworben. Besonders begehrt waren die Auszeichnungen in den drei Hauptkategorien. Den ersten Preis in der Kategorie „Sprache, Ausbildung und Arbeit“ erkämpfte sich die Berufsbildende Schule Hermann Beims Magdeburg. Zwei Vereine aus Staßfurt und Quedlinburg erhielten je den zweiten Preis. Der Hauptpreis für „Integration durch Kultur und Sport“ ging an das Sport- und Kulturzentrum Halle. Ein Lokalrundfunk und das Theater der Altmark wurden je mit dem zweiten Preis gewürdigt.
Dem „Haus Albatros“ der AWO Wittenberg und dem Projekt „Neuland“ der Freiwilligenagentur Magdeburg wurde der erste beziehungsweise zweite Preis in der Kategorie „Teilhabe von Zugewanderten“ verliehen.
Neben einigen zusätzlichen Sonderpreisen, die ausgelobt wurden, wurden außerdem 19 Ehrenamtliche für ihren individuellen Einsatz in der Migrationsarbeit stellvertretend für die vielen Engagierten im Land besonders gewürdigt. Neben Hallensern, Magdeburgern und Stendalern wurden hier auch zwei Burgerinnen ausgezeichnet. Birgit Kiel hatte die Jury als Migrationshelferin überzeugt. Seit 2015 engagiert sie sich ehrenamtlich, ist dabei teils deutschlandweit unterwegs. Zu ihrer Arbeit zählt in erster Linie die Unterstützung, Begleitung und Beratung von Zugewanderten.
Die Burgerin Ashwaq Al-Obaidi dürfte vielen Teilnehmenden am interkulturellen Leben in der Stadt der Türme bekannt sein. Seit zehn Jahren engagiert sie sich in der Kreisstadt, gestaltet die interkulturelle Woche mit und bietet mit ihrem Lebensmittelladen vor allem arabisch-sprechenden Menschen einen soziokulturellen Anlaufpunkt. Desweiteren unterstützt sie Deutschkurse für Ausländer und Arabischkurse für Deutsche.