Burg (reh). Das Burger Organisationsteam hatte sich viel vorgenommen, um den Fahrerinnen und Fahrern eine anspruchsvolle Strecke zu bieten.

Trotz des Dauerregens in der Woche vor dem Wettkampf konnte das Organisationsteam um den Streckenkoordinator Michael Kahlfuss vom ausrichtenden MSC Burg die Strecke planmäßig präparieren. Besonderer Höhepunkt war der Start am Samstagmorgen um 9 Uhr auf dem Gummersbacher Platz, bei dem den Besucherinnen und Besuchern die Fahrer und Fahrerinnen vorgestellt wurden. Für die Kinder wurde den ganzen Tag eine Hüpfburg mit buntem Rahmenprogramm angeboten. Auch konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer das Renngeschehen hautnah innerhalb der Sonderprüfung in Madel miterleben. Am ersten Wettkampftag präsentierte sich die ADAC-Geländefahrt Burg so hart wie selten zuvor. Da hier, wie bereits 2005, wieder parallel zur Deutsche Enduro Meisterschaft (DEM) ein Lauf zur Enduro-Europameisterschaft ausgetragen wurde, passten die Veranstalter das Niveau der Strecke entsprechend an. Neben den beiden obligatorischen Sonderprüfungen in den Krähenbergen und in Madel kam noch ein neuer, überaus anspruchsvoller Enduro-Test hinzu. Dieser führte ausschließlich durch den Wald und war mit einer Fahrzeit von etwa zwölf Minuten überaus anspruchsvoll und konditionsraubend. Erschwerend kamen die knappen Etappenzeiten hinzu und nicht zuletzt der immer wieder einsetzende und teils heftige Regen. Den Gesamtsieg in der Enduro-Europameisterschaft sicherte sich der italienische Junior Matteo Pavoni, den Gesamtsieg in der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft Andreas Beier. Der Sachse, der sein erstes Rennen nach seiner Rückkehr zu KTM bestritt, präsentierte sich in einer überragenden Form. Seine Gesamtprüfungszeit hätte auch in der EM-Wertung zum Klassensieg gereicht. Am zweiten Tag zeigte sich das Wetter von einer besseren Seite. Doch trotz anhaltendem Sonnenschein wurde es keineswegs einfacher. Die extrem zerfahrenen Prüfungen und Etappenstücke sowie die erneut äußerst knappen Sollzeiten verlangten den Fahrerinnen und Fahrern noch einmal alles ab. Entsprechend abgekämpft und erschöpft erreichten die meisten Teilnehmenden das Ziel. Gänzlich unbeeindruckt von all diesen Umständen zeigte sich Andreas Beier. Der Fahrer gewann erneut die Gesamtwertung in der Deutschen Enduro Meisterschaft, wie auf dem Titelbild dieser Ausgabe zusehen ist. Dennis Schröter wollte eigentlich zum großen Gegenangriff ausholen, nachdem er am Vortag mit Rang zwei Vorlieb nehmen mussten. Doch ein Sturz gleich zu Beginn der zweiten Runde machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Dadurch erreichte er mit seiner Husqvarna nur den zweiten Platz. Tagesdritter wurde Marco Neubert, der ebenfalls unter starken Schmerzen das Rennen auf seiner Rennmaschine beendete.