Jerichow (püt). Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Jerichow und Klietznick sowie die Löschgruppe Mangelsdorf hielten am Freitag, 16. Februar 2018, ihre Jahreshauptversammlung ab.

„Wir sind eine freiwillige Feuerwehr und doch professionell“, begrüßte Jerichows Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig die Kameradinnen und Kameraden sowie die Bürgermeister Harald Bothe und Andreas Dertz zur diesjährigen Jahreshauptversammlung.
Anschließend folgten die Berichte der Wehrleiter zu den 2017 geleisteten Einsätzen. So absolvierte die Klietznicker Ortsfeuerwehr 21 Mannstunden. Neben seiner Funktion als Ortswehrleiter von Klietznick forderte Sven Kaminski als Sicherheitsbeauftragter der Stadtfeuerwehr die Kameradinnen und Kameraden auf, sich am Fahrsicherheitstraining zu beteiligen, um Unfällen vorzubeugen. Auf insgesamt 30 Einsätze blickte Patrick Hegewald als stellvertretender Stadtwehrleiter von Jerichow zurück. So rückten die Wehrleute vier Mal als Notarztzubringer, zur Löschung des Großbrandes in der Schweinezuchtanlage Demsin, zur Beseitung einer Ölspur im Stadtgebiet von Jerichow, zum Waldbrand bei Redekin, einer Verpuffung im Holzwerk Ferchland und zu weiteren Einsätzen aus. Sturmschäden beschäfigten die Feuerwehr zum Ende des Jahres. Die Stadtwehr Jerichow war 2017 insgesamt mit 302 Kameradinnen und Kameraden, 72 Fahrzeugen 459 Stunden im Einsatz. 1889 Ausbildungsstunden wurden durch die Wehrleute absolviert. Mit 114 geleisteter Stunden ist Feuerwehrmann Fred Urbach 2017 am aktivsten gewesen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr leisteten 235 Arbeitsstunden. Mit Erfolg nahmen sie bei einem Wettbewerb auf dem Kinderfest in Genthin teil und belegten den ersten Platz. Die Jugendwehr Jerichow zählt momentan zehn Mitglieder.
In seiner Ausführung zur Stadtwehr Jerichow merkte Wehrleiter Ralf Braunschweig an, dass bis zum 67. Lebensjahr der aktive Dienst in der Feuerwehr möglich sei. Mit den Wehren Klietznick und der Löschgruppe Mangelsdorf zählt die Stadtwehr 36 aktive Mitglieder, davon gehören 18 der Alters- und Ehrenabteilung an. Auch sprach der Stadtwehrleiter ein immer größer werdendes Problem an: Aufgrund der Pendler, die ihren Berufen außerhalb der Region nachgehen, sind viele Kameradinnen und Kameraden im Ernstfall nicht vorort. „Was nützt die beste Technik, wenn sie keiner bedient“, sagte Ralf Braunschweig. Und die Anschaffung der Feuerwehrtechnik ist kostenintensiv für die Gemeinde. So staunten die Anwesenden beispielsweise nicht schlecht, als die Kosten der Drehleiterüberprüfung genannt wurden. Ein weiteres Problem stellt für die Stadtwehr das Gerätehaus dar. Nach einer Überprüfung wurde die geringe Größe des Hauses bemängelt. So muss zukünftig ein Anbau her. Bis Ende 2019 wird ein Antrag an das Land gestellt, um sich am Förderprogramm zu beteiligen.
Jerichows Bürgermeister Andreas Dertz nutzte den Abend, um sich bei den Kameradinnen und Kameraden für ihre stete Einsatzbereitschaft zu bedanken und wünschte ihnen, dass sie stets gesund von den Einsätzen zurückkehren. „Sie leisten Beachtenswertes“, sagte Andreas Dertz. Gemeinsam mit Harald Bothe, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow, dankte er auch den Familien der Wehrleute für ihr Verständnis und die fortwährende Unterstützung und wünschte allen ein erfolgreiches Jahr 2018. Eine Überraschung hatte auch in diesem Jahr wieder Stadträtin Karola Kunkel dabei: Zu jeder Jahreshauptversammlung spendet sie ihre Aufwandsentschädigung. Damit ist es der Feuerwehr möglich, einem Kameraden eine neue Uniform zu kaufen. Der eigentliche Höhepunkt der Versammlung jedoch ist die Ehrung verdienter Kameradinnnen und Kameraden. Folgende Kameraden wurden in diesem Jahr geehrt: Hans-Joachim Mittelstädt, Jerichow für 40 Jahre, Gerhard Schönfeld, Klietznick für 40 Jahre, Manfred Ketzler, Klietznick für 40 Jahre, Martin Herz, Jerichow für 20 Jahre, Patrick Hegewald, Jerichow für 20 Jahre und Thomas Merländer, Jerichow für 20 Jahre im Einsatz.