Burg (eb). Am ersten Sonntag der Winterzeit wurde die Ihlestadt durch wundersame Sportler, die mit Karte und Kompass durch die Straßen der Innenstadt rannten, in Besitz genommen.

Diese Sportler, hier Orientierungsläufer (OL) oder kurz OLer genannt, sprinteten in höchstem Tempo hochkonzentriert von Kontrollstelle zu Kontrollstelle, die in Form von rot-weißen Pos-
tenschirmen – so der Fachbegriff – gekennzeichnet waren. Die Auflösung ist einfach, am 28. Oktober 2018 wurde in Burg die Landesmeisterschaft im Orientierungslauf im Sprint für Sachsen-Anhalt durchgeführt. Gleichzeitig war der Wettkampf auch der finale Lauf in der Deutschen Park Tour, einer Laufserie, die Sprintorientierungsläufe in ganz Deutschland über ein Jahr zusammenfasst und in den verschiedenen Altersklassen ihre Sieger suchen.
Aus diesem Grund waren insgesamt 110 Starterinnen und Starter aus acht verschiedenen Bundesländern angereist, um ihre Siegeschancen zu verbessern. Es gab ein Stell-dich-ein von Weltmeistern im OL, Nationalmannschaftskadern und Deutschen Meistern, so Helmut Conrad aus Bad Schandau, Veronika Lange aus Magdeburg, Sebastian Fleiß aus Berlin und Reinhard in der Stroth aus Osnabrück, die auch ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und in ihren Altersklassen sich als Sieger eintragen konnten. Sie hatten offensichtlich am Besten konzentriertes Orientieren durch die Gassen von Burg und hoher Geschwindigkeit beim Sprint in Einklang gebracht.
Aber auch die Platzierten hatten viel Freunde und Spaß an den kniffligen Orientierungsaufgaben und den gut angelegten Strecken durch den Veranstalter, den USC Magdeburg, und der eine oder andere nahm sich auch die Zeit, die eine oder andere Sehenswürdigkeit der diesjährigen Landesgartenschaustadt in seine Erinnerung aufzunehmen. Es bleibt dabei, die Natursportart Orientierungslauf, die vorzugsweise ihr Zuhause in den Wäldern hat, ist für viele die aktive Betätigung von Geist und Körper im Einklang mit der Natur, die vor allem Freude, Spaß und Entspannung bringt.
Alle Sportler waren sich einig, einen gut organisierten und hochwertigen Wettkampf in Burg erlebt zu haben und so gilt der Dank insbesondere dem Veranstalter USC Magdeburg und den vielen fleißigen Händen, die für ein ausgewogenes Umfeld sorgten. Im Mittelpunkt steht hier aber auch die gute Zusammenarbeit mit dem BBC 08, der als Gastgeber seine Sporthalle zur Verfügung stellte und der Landesgartenschau, die die Ihlegärten für den Wettkampf öffnete. Erfreulich war auch das Engagement des Burger Roland-Gymnasiums und der Teilnahme von über 15 Schülern mit ihren Familien.
So wird schon jetzt gespannt dem kommenden Jahr entgegengeschaut, denn dann werden Kinder und Jugendliche bei den Kreiskinder- und Jugendspielen um Lorbeeren kämpfen. Dazu sind schon jetzt alle Schulen aus dem Jerichower Land herzlich eingeladen.
Und nicht nur nebenbei, Sportler aus dem Jerichower Land waren auch aktiv am Sonntag dabei, Martina und Gert Schmidtko aus Detershagen sowie Silke Schlüter und Jürgen Kohler aus Möser als Organisatoren und Holger Jurack aus Möser sowie Uwe Schleef aus Gerwisch als Wettkämpfer und Sieger beziehungsweise Zweitplatzierter in ihrer Altersklasse. Sie waren zwei der insgesamt 43 zu den Landesmeisterschaften gestarteten OLerinnen und OLer aus Sachsen-Anhalt. Es wäre schön, wenn im nächsten Jahr noch ein paar einheimische Sportler dazukämen.