Genthin (püt). Das Kreismuseum in Genthin erhielt am 6. September 2018 eine Spielzeugsammlung geschenkt. Für Adelheid Sylten und Cathleen Henschel erfüllte sich somit der Wunsch, die historischen Spielsachen für die Nachwelt zu erhalten.

Seit Generationen waren die Spielsachen im Besitz der Familie von Adelheid Sylten. Bereits ihre Mutter liebte es damit zu spielen. Hergestellt wurden die Marktbuden der Korbmacher, Leineweber und Topfwaren vor über einem Jahrhundert im Erzgebirge. Dass das Spielzeug etwas ganz Besonderes ist, verrät ein Blick ins Innere der Marktbuden. Die kleinen Körbchen, Keramiktöpfchen, Tüchlein. Schlitten und mehr zeugen von großem Können der einstigen Hersteller. Von Radebeul über Berlin fanden die originalgetreuen Miniaturen letzendlich bei Nichte Cathleen Henschel in Brandenburg ihr Zuhause. Gehütet wie ein Schatz wurden die Marktstände, Püppchen und Miniaturen an die Kinder, Nichten und Neffen weitergereicht. Ein Blick in das mitgebrachte Fotoalbum der heute 87-Jährigen lässt Erinnerungen wach werden. Gemeinsam mit ihrer Tochter Simone Sylten-Schütz, Sohn Thomas Sylten, ihrer Nichte Cathleen Henschel und Neffe Jürgen Siegert stattete sie dem Kreismuseum einen Besuch ab, um das historische Spielzeug in die Hände von Leiterin Antonia Beran zu übergeben. „Leider sind die Kinder heutzutage nicht mehr in der Lage damit zu spielen. Nun ist es an der Zeit, den Familienschatz in sichere Hände zu geben und so für die Nachwelt zu erhalten“, sagte Cathleen Henschel. Dankbar nahm Museumsleiterin Antonia Beran das „lebendige“ Spielzeug entgegen.