Jerichow (püt/mey). Am 11. April 2018 fand am Kloster Jerichow der symbolische Spatenstich für den geförderten Breitbandausbau in den Einheitsgemeinden Stadt Genthin, Stadt Jerichow und Möser statt.

„Ich darf nun einmal aus den Mühlen der Vewaltung heraus und heute einen Spaten in die Hand nehmen“, sagte Staatssekretär Thomas Wünsch. Gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Telekom, der Mitteldeutschen Gesellschaft für Kommunikation mbh, den Bürgermeistern Thomas Barz, Harald Bothe, Bernd Köppen und Landrat Dr. Steffen Burchhardt setzte dieser im Namen des Wirtschaftsministers damit auch für diese Regionen des Landkreises das Startsignal für das schnellere Internet. Insgesamt werden über zehn Millionen Euro in ein modernes Glasfasernetz im Jerichower Land investiert. Das Jerichower Land (mit Ausnahme der Kreisstadt) erhielt für den Ausbau Fördermittel aus verschiedenen Töpfen. Das Land Sachsen-Anhalt steuerte dem Vorhaben 6,44 Millionen Euro bei. Die Gesamtkosten in Höhe von 10,25 Millionen Euro wurden mit zusätzlichen Bundesmitteln gedeckt – der Bund beglich die Rechnung mit 3,81 Millionen Euro in einem weiteren Zuwendungsbescheid. Ziel ist eine Versorgung mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde Downloadgeschwindigkeit für jeden Privathaushalt und eine symmetrische Bandbreite von mindestens 100 Mbit in der Sekunde Up- und Downloadrate für jedes Unternehmen in den Gewerbegebieten. Bis Mitte des nächsten Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 13.000 Haushalte sollen dann über schnelleres Internet mittels Glasfaser verfügen. Das Jerichower Land startet als erster Landkreis den Komplettausbau eines Kreisgebietes. Die Koordination und Abwicklung des geförderten Breitbandausbaus hat die Kreisverwaltung für die Gemeinden Genthin, Jerichow, Möser, Möckern, Gommern, Elbe-Parey und Biederitz übernommen. Es werden 469 Kilometer Glasfaser und 161 Kilometer Leerrohre neu geschaffen. Die Stadt Burg hat ein separates Förderverfahren durchgeführt.