Jerichower Land (eb/püt). Gemeinsam mit dem Jobcenter Jerichower Land startet der Landkreis das neue Landesprogramm zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit „Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben“.

Dem Landkreis wurden vom Land Sachsen-Anhalt 68 geförderte Beschäftigungsplätze zur Verfügung gestellt, um langzeitarbeitslosen Menschen die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben und somit ihrer persönlichen und beruflichen Stabilisierung zu ermöglichen. Dies ist die Grundvoraussetzung, um darauf aufbauende Integrationsschritte in eine reguläre Beschäftigung zu unternehmen. Landesweit sollen mit Hilfe des Programms 2.000 Beschäftigungen für Langzeitarbeitslose entstehen. Nach öffentlicher Ausschreibung wurden 19 Projektvorschläge von vier Trägern aus Burg und Genthin eingereicht. Die Projektideen wurden durch das Gremium des Regionalen Arbeitskreises geprüft und drei Träger mit 14 Projektvorschlägen ausgewählt. Seit März 2018 stehen 68 Teilnehmerplätze mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen und verschiedenen Einsatzorten im Landkreis zur Verfügung. Die zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden so unter anderem in der Kleiderkammer Burg, den Tafelgärten in Burg und Genthin, in Kindergärten, Grundschulen und Horten eingesetzt.
Die intensive, sozialpädagogische Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist ein zentraler Punkt des Programms. Für das Jerichower Land obliegt dies der Sozialwissenschaftlerin Lisa Laubstein, die schon vor der Aufnahme der Beschäftigung den Projektteilnehmern zur Seite steht. „Jeder Mensch hat individuelle Stärken. Diese möchte ich gemeinsam mit den Kunden fördern und sie in den nächsten drei Jahren unterstützend begleiten“, sagte sie.
Das Landesprogramm „Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben“ wird bis Ende 2019 mit einer Förderung von 645.000 Euro des Landes finanziert. Die Projektkoordinierung liegt in den Händen von Landkreis-Mitarbeiterin Kristin Förster. Diese ist Ansprechpartnerin für Träger. Es konnten bereits erfahrene Träger mit tollen Programmen gefunden werden.