Jerichower Land (mey). Ein seltsamer Anblick bietet sich auf den Feldern rund um Krüssau. Halbleere Ähren, unten noch in einem zarten Grünton, in der Spitze blass und tot. Nicht nur in Krüssau bereitet dieses Bild den Landwirten Bauchschmerzen. In weiten Teilen des Jerichower Landes regnete es seit April 2018 schlichtweg zu wenig – gerade auf sandigen Standorten eine absolute Katastrophe. In einigen Teilen Ostdeutschlands brummen jetzt schon die Häcksler. Frühe Sorten von Roggen und Gerste werden teils als ganze Pflanzen in Biogasanlagen verbracht, weil mit der mageren Kornausbeute nicht gewirtschaftet werden kann. Auch im Jerichower Land sehen sich die ersten Landwirte bereits zur frühen Noternte gezwungen.