Genthin (lau). In Genthin haben sich herzlose Menschen mal wieder von ihrer schlechtesten Seite gezeigt. Vier Katzenbabys wurden hier im Müll ausgesetzt.

Eine aufmerksame Anwohnerin im Heinigtenweg beobachtete, wie der Fahrer eines grünen Kombis kleine Kitten aussetzte – und das auch noch mitten in den Müll. Schnell informierte sie den Tierschutzverein Genthin, der sofort zur Stelle war. Die Katzenbabys wurden in die Auffangstation verbracht, dort mit Nahrung versorgt und gegen Flöhe behandelt. Da sie im Dreck saßen und dort auch nach Futter suchten, waren sie voller dieser kleinen Parasiten. Nach der ersten Notversorgung der vier Kleinen wurde bei der Polizei eine Strafanzeige gestellt. Wer der Polizei bei der Suche nach dem Täter helfen kann, der soll sich unbedingt melden. Wer kennt einen grünen Kombifahrer, dessen Katze kürzlich Nachwuchs bekommen hat? Den Kitten geht es mittlerweile gut, den Schreck haben sie überwunden. Die kleine Rasselbande war bereits beim Tierarzt und ist soweit fit. Alle toben und spielen und freuen sich einfach nur, ein Dach über dem Kopf zu haben. Doch mit der Rettung der Kleinen war die Aktion schließlich nicht beendet. Nach Rücksprache mit dem Sohn der Finderin stellte sich heraus, dass noch eine fünfte, etwas größere Katze, gesehen wurde. Schnell ahnten die Tierschützer, dass das die Mutter der Kleinen sein muss. Einen Tag später konnte sie gefangen und ebenso versorgt werden.
Nun denkt der eine oder andere vielleicht, das ist ja nochmal gut ausgegangen. Nein! Gut ausgegangen wäre es, wenn die Mutterkatze von vornherein kastriert gewesen wäre. Oder zumindest, wenn der Besitzer des Tieres dann die Verantwortung übernommen und sich um die Babys gekümmert hätte! Was glauben denn die Menschen, was passiert, wenn sie sich aus einer Laune heraus ein Tier anschaffen und es nicht kastrieren?! Da ist Nachwuchs vorprogrammiert. Ein Tier einfach nur bei sich aufzunehmen und zu füttern – und dann auch noch zu denken, man hätte damit ein Leben gerettet – reicht eben nicht. Verantwortung ist hier gefragt. Der Appell der Tierschützer ist daher immer wieder derselbe: „Lassen Sie Ihre Tiere kastrieren! Investieren Sie einmalig in die kleine Operation, um den Tieren später das Leid zu ersparen. Übernehmen Sie Verantwortung für diese kleinen Lebewesen.“
Der Tierschutzverein bedankt sich an dieser Stelle bei den aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern, die zum Wohle der Tiere handeln. Durch die schnelle und unproblematische Kooperation zwischen der Anwohnerin im Heinigtenweg, den ehrenamtlichen Tierschützern und der Tierarztpraxis Dr. Kühnel konnten diese fünf Tierleben gerettet werden.