Magdeburg (mey). Von Jahr zu Jahr wuchs das Event. Mittlerweile steht die Contaku in Magdeburg schon auf dem Convention-Plan von 1.000 Anhängern der Szene.

Das Wetter am Samstag, 12. August 2017, gab sich wenig Mühe, daran zu erinnern, dass die Uhren im Takt der Sommerzeit schlagen. Trotzdem ließen es sich zahlreiche Anime-Fans nicht nehmen, in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts zu pilgern. Anlass dazu gab die nunmehr 14. Contaku, eine Anime- und Manga-Messe.
Ein buntes Programm war vorbereitet worden. So luden verschiedene Auftritte zum Lachen und Workshops zur „Weiterbildung“ ein. Maria Günther zeigte interessierten Cosplayern, kostümierten Szeneanhängern, beispielsweise Kniffs zur besseren Bühnenpräsenz und animierte zur körperlichen Ertüchtigung. Manga-Kochbuchautorin Angelina Paustian zeigte in ihrem Workshop, worauf es beim Gestalten von Bentos – der japanischen Variante der Lunchbox – ankommt und dass die gesunden Alternativen des Butterbrotes nicht nur etwas für Japanfans sind. Sportlich her ging es auf dem „Qiuddich“-Feld. Karaoke, das beliebte japanische Brettspiel „Go“ und ein Gamesroom durften natürlich auch nicht fehlen. Das Anime-Kino lud dazu ein, sich zurückzulehnen und sich die neuesten Abenteuer der animierten Heldinnen und Helden anzusehen.
Um Kraft bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu tanken, bot sich das Maid-Café an. Die sogenannten Maids – Serviererinnen in Dienstmädchenuniform – erfüllten ihren Gästen so gut wie jeden Wunsch. Und das zum kleinen Preis, denn das gesamte Team vor und hinter dem Tresen bestand wie auch die Organisation samt Helfer aus Freiwilligen, die ihre Dienste kostenlos zur Verfügung stellten. Über das Internet hatten sie sich unter anderem bei der Maid-Chefin Katharina Michael beworben. Das Maid-Café ist seit der fünften Contaku mit dabei. Selbstgebackenen Kuchen gab es in zahlreichen Variationen. Sehr beliebt waren vor allem die bunten Cupcakes, jeder einzelne besetzt mit einem zuckersüßen Pokémon. „Die kleinen Monster wurden allesamt handgefertigt“, berichtete Katharina Michael stolz. Vor vier Jahren folgte die Contaku erstmals dem Trend zum „kunstvollen Essen“. Alles begann damals mit Krümelmonsterabbildungen für die kleinen Küchlein. In diesem Jahr wurden sie mit Flamara, Myrapla und Co. kunstvoll in Szene gesetzt.
Insgesamt war Organisations-Oberhaupt Anna Weinreich überaus zufrieden mit dem Ablauf der Convention. Obwohl das Wetter am Samstag nicht so richtig mitspielte, haben sich die Besucherinnen und Besucher kaum abschrecken lassen. Insgesamt kamen am Wochenende etwa 1.200 Gäste zur Contaku, darunter auch viele Neugierige, die sich lediglich einen Einblick in die Szene verschaffen wollten. Diese sammelten durchweg positive Eindrücke von den Freigeistern in ihren bunten Kostümen und waren auch beeindruckt von den Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf der Kreativmeile vorstellten.
Wenn alles klappt, so verkündeten es auch „Kirby“ und „Yoshi“, die durch das Programm auf der Bühne des Moritzhofes und auch durch den Cosplaywettbewerb führten, soll die Contaku schon im nächsten Jahr eine neue und vor allem größere Location in Magdeburg für die wachsende Besucherschar finden.