Biederitz/Königsborn (mey). Am 22. Juni 2017 sorgte das Sturmtief „Paul“ für heftige Unwetter im Jerichower Land. Einige Ortschaften hat es dabei härter getroffen als andere. Die Einheitsgemeinde Biederitz zieht Bilanz.

Mehr als 80 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren der Einheitsgemeinde Biederitz waren zu über 60 Einsatzstellen am 22. Juni 2017 und den Folgetagen ausgerückt. Bei den Einsätzen wurde jedoch ausschließlich die öffentliche Ordnung und Sicherheit im Rahmen der Möglichkeiten der Feuerwehr wieder hergestellt. Umgestürzte Bäume, teilweise abgedeckte Dächer und zerstörte Zäune blieben zurück. Der Einheitsgemeinde Biederitz entstanden Schäden in Höhe von über 100.000 Euro. Seit einiger Zeit laufen die Aufräumarbeiten in öffentlichen Einrichtungen im vollen Gange. Besonders hart hat es die Ortschaften Heyrothsberge und Königsborn erwischt, wo etliche Bäume dem Sturm nicht  hatten standhalten können. Bürgermeister Kay Gericke und Christian Karius, Sachgebietsleiter Ordnung und Sicherheit/Liegenschaften/Gebäudemanagement machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.
„Allein für den Friedhof in Königsborn müssen wir mit Kosten von mindestens 10.000 Euro netto rechnen“, lautet Karius Prognose. Etwa eine Woche waren hier die Arbeiter einer Landschaftsbau-Firma beschäftigt. Etwa zehn Bäume waren umgestürzt, wurden teilweise entwurzelt. Eine alte Eiche steht zwar noch, jedoch wird auch sie gefällt werden müssen, da sie keinen festen Stand mehr hat. Die Gefahr, dass sie irgendwann von allein fällt, ist zu groß. „In der Ortslage Königsborn hat der Sturm wohl die schlimmsten Schäden verursacht“, resümiert Kay Gericke. „Überhaupt ist zu erkennen, dass die Schäden in Richtung Gommern am größten waren.“
In zwei Schritten sollte der Friedhof aufgeräumt werden. Erstes Ziel war es, ihn wieder gefahrlos begehbar zu machen. Im zweiten Schritt sollten die Baumstümpfe und Wurzeln entsorgt werden. Hierbei wurde überlegt, die Wurzeln im Boden zu versenken, wo sie verrotten sollten. Das wäre kostengünstiger, als sie herauszuziehen und zu entsorgen.
Die Landschaftsbaufirma hatte viel zu tun in der Zeit nach dem Sturm. Oberste Priorität hatte die Kindertagesstätte in Heyrothsberge. Auch hier hatte der Sturm erhebliche Schäden verursacht und der Spielplatz musste, gerade in Anbetracht der Sommerzeit, schnell wieder nutzbar gemacht werden. Private Aufträge mussten teils aufgeschoben werden.