Jerichow (püt). In der Jerichower Klosteranlage fand am 18. März 2018 der alljährliche Ostermarkt statt. Neben dem Erwerben von Kunsthandwerk konnten die Besucherinnen und Besucher mit Frühlingsdekoration ihr Zuhause verschönern.

Wind und Kälte beherrschten am 18. März 2018 das Geschehen des diesjährigen Ostermarktes. Dennoch hielt dies viele Handwerkerinnen und Handwerker nicht davon ab, sich mit ihren Ständen in den historischen Klostermauern zu präsentieren. Und auch etliche Besucherinnen und Besucher fanden sich ein, um sich von den vielen handwerklichen Produkten inspirieren zu lassen und diese zu erwerben. Die Besonderheit des traditionellen Ostermarktes im Kloster Jerichow empfinden Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern, dass in beinahe allen Räumen Produkte angeboten werden. So kann fast das gesamte Kloster erkundet werden. Attraktion im Kreuzgang war die Seilerei der Tangermünder Stadtführerkinder. Vor Ort konnten die Besucherinnen und Besucher Reinhard Spinnrad und seiner Tochter Ivonne bei der Herstellung von Springseilen zusehen. Im Raum daneben zu sehen, wie aus Alpaka-Wolle Garn gesponnen wurde. Niedlich war hier der Zufall, hieß die Dame am Spinnrad doch tatsächlich Christa Spinnrad. „Ich brauche 200 Gramm Wolle, um zwei Spulen zu füllen. Das würde dann fast zehn Stunden dauern“, sagte sie. Zusammen mit Klaudia Lorbeer betreute sie noch einen weiteren Stand der Tangermünder Stadtführerkinder. Echte Hingucker im alten Gewölbe waren die handgefertigten Engel von Heike Kerzel aus Trossin. Die fröhlichen Gesellen erwärmten so manches Besucherherz und fanden ein neues Zuhause. Auch Regina Birmuske und ihr Mann Bernd waren in diesem Jahr wieder mit ihrem Stand dabei. Mit den wärmenden Wollsocken, Mützen und Schals gab es echte handgefertigte Unikate zu erwerben. Während im Klosterhof Spezialitäten vom Grill, Räucherfisch und warme Getränke den Besucherinnen und Besucherinnen mundeten, hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klosterstiftung im Malzkellersaal ein üppiges Kuchenbuffet zu bieten. Aufgewärmt ging es dann in die grüne Klosteranlage, wo versteckte Osterkörbchen die jüngsten Gäste zum Suchen einluden.
Mit Glockengeläut machte Kloster-Mitarbeiterin Christine Graf auf sich aufmerksam. Stilecht mit Umhang lud sie die Gäste zu einer Führung durch das Kloster ein.  „Spielte auch das Wetter dieses Jahr nicht mit, haben wir das Beste daraus gemacht“, resümierte Bernd Witt, Verwaltungsleiter der Stiftung Kloster Jerichow, doch zufrieden den diesjährigen Ostermarkt.