Hohenseeden/Gladau (püt). Kürzlich beging der „Rad Wander Club 60 plus“ sein zehnjähriges Bestehen. Gemeinsam unternehmen die momentan 14 sportlichen Ruheständler jeden Mittwoch ab Hohenseeden gemeinsame Radtouren.

Das Jerichower Land ist schön. Genau das können die momentan 14 Mitglieder des Rad Wander Club 60 plus nur zu gut bestätigen. Seit nunmehr zehn Jahren treffen sie sich jeden Mittwoch um 14 Uhr in Hohenseeden zur gemeinsamen Radtour durch die Lande. Wurden zuvor telefonisch Absprachen getroffen, oder startete jeder einzeln ab Hohenseeden seine Radtour, ist der Mittwoch nun ein fester Termin im Kalender. Der Organisation der wöchentlichen Ausflüge hat sich Hans-Jürgen Bamberger angenommen. Selbst begeisterter Radfahrer, freut sich der Ruheständler über die gemeinsame Bewegung an der frischen Luft. Hauptsächlich wird auf Wald- Feld-, und Radwegen gefahren. Wurden einst weite Fahrten entlang der Elbe oder gar per Radwanderkarte absolviert, muss die sportliche Gruppe altersbedingt Einschränkungen in Kauf nehmen. Sind die 60 bis 82-jährigen Freizeitsportler auch topfit, soll keinesfalls ein Risiko eingegangen werden. „Es ist etwas ruhiger geworden, aber die Geselligkeit steht nach wie vor an erster Stelle“, sagte Hans-Jürgen Bamberger, der durch seine Ehefrau fleißig unterstützt wird.
So wurde auch das zehnjährige Bestehen des „Rad Wander Club 60 plus“ urgemütlich am Sportlerheim in Gladau verbracht. Jedes Mitglied steuerte etwas zum Vesper bei. Bei Kaffee, Brötchen und  herzhafter Wurst wurde über so manches Erlebnis geplaudert.
Vor allem aber freuten sich alle  Anwesenden über die leckeren selbstgekochten Marmeladen, die bei jeder Feierlichkeit auf den Tisch gebracht werden. Und dass die gesellige Runde ohne Alkohol auskommen kann, bewiesen die Radfahrer dieser Tage in Gladau einmal mehr. „Schließlich sind wir alle Verkehrsteilnehmer“, sagte Hans-Jürgen Bamberger sichtlich stolz auf die starke Gemeinschaft, die fest zusammen hält. Ob bei Feiern oder anderen Ereignissen,  stets wird aneinander gedacht. Die Radfahrer aus Hohenseeden und Schattberge sind in all den Jahren zusammengewachsen. „Sonst fehlt was“, sagte ein zufrieden lächelnder Hans-Jürgen Bamberger. Sehr vorteilhaft sehen die Hohenseedener Radfahrer den Ausbau der Radwanderwege im Landkreis und auch im Nachbarland Brandenburg. Doch, und dies liegt vielen Einwohnern des Landkreises am Herzen, fehlt ein straßenbegleitender Radweg von Genthin bis nach Burg. Da auf der Bundesstraße der Verkehr stark zugenommen hat, ist hier ein sicheres Radfahren schier unmöglich.