Jerichower Land/Magdeburg (lau). Es ist ein Problem, das die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren erschwert: Der zunehmende Mitgliederschwund. Um dem entgegenzuwirken, wurde das Projekt „open doors?!“ gestartet.

Wie der Projektname bereits sagt, geht es darum, die Türen zu öffnen – und zwar die Türen der Freiwilligen Feuerwehren. Es soll ein Konzept entwickelt werden, mit dem der Zulauf zur Feuerwehr gestärkt wird. Da herkömmliche Methoden der Mitgliedergewinnung beziehungsweise die traditionelle Öffentlichkeitarbeit der Wehren nur wenig Erfolg zeigen, haben es sich die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA), der Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt e.V. und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zum Ziel gesetzt, neue Ansätze zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Integration von gesellschaftlichen Gruppen, die bisher in der Freiwilligen Feuerwehr wenig präsent sind. Im Rahmen des Projektes soll die Verbandsarbeit der Feuerwehr untersucht werden, um so die Rahmenbedingungen für einen erleichterten Einstieg beziehungsweise Verbleib zu verbessern und strukturelle Veränderungen zu ermöglichen, die wiederum die Einbindung neuer Zielgruppen fördern.
Für die Entwicklung eines neuen Konzeptes ist es zunächst einmal nötig Strukturen, Aufgaben und Funktionsweisen der Freiwilligen Feuerwehren zu kennen. Aufgabe der Universität Magdeburg ist es deshalb, mit denjenigen zu sprechen, die tagtäglich hautnah die Zustände in den Feuerwehren erleben und so die nötigen Informationen liefern können. Der Kontakt wird demnach zu Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren in Sachsen-Anhalt gesucht. Folgender Aufruf richtet sich vor allem an Wehrleiter, Jugendwarte und Co.: „Meldet euch! Helft uns, euch zu helfen!“. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte und bereit ist, über die ehrenamtliche Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu berichten, der kann sich per Mail bei lisa.laubstein@ovgu.de melden. Da die Freiwillige Feuerwehr Sache der Gemeinden und Städte ist, können sich gern auch Landräte und Bürgermeister angesprochen fühlen und ihre Wehren zur Teilnahme am Projekt ermutigen. Gefördert wird „Open Doors?!“ durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“.