Burg (mey). Gut Ding will Weile haben, und gerade wenn es um Schulen geht, darf keine geringere Qualität als die beste her.

Einfach war es bisher wirklich nicht. Unter Denkmalschutz stehende Gebäude unterschiedlicher Stilepochen, aktuelle Baurichtlinien und nicht zu vergessen der Schwamm in den Balken – je weiter die Bauschaffenden in der Sanierung der ehemaligen Clara-Schwab-Schule vorankamen, desto größere Hürden kamen zum Vorschein. Eigentlich sollten 2019 die ersten Kinderfüße durch die Flure und frisch sanierten Klassenräume flitzen, doch so schnell sollte es nun doch nicht vorwärts gehen. Erst 2020, so schätzen es momentan die Bauherren, kann die Evangelische Grundschule in die Gebäude an der Jacobi- und der Schartauer Straße einziehen.
Am Dienstag, 16. Oktober 2018, war die gröbste Arbeit immerhin geschafft und Bürgermeister Jörg Rehbaum und der Landtagsabgeordnete Markus Kurze trafen den Architekten Prof. Wolfgang Kühn sowie Michael Bartsch und Ulrike Gardlo von der Evangelischen Johannes-Schulstiftung, um dem Richtfest in der Jacobistraße beizuwohnen. Wolfgang Kühn klärte über die Widrigkeiten auf, die sich beim Bau erst klar zeigten. Die Richtlinien, die die Sanierung zweier unter Denkmalschutz stehender Gebäude unterschiedlicher Stilepochen (einem Klinker- und einem Fachwerkhaus) mit sich brachten, boten nur die berechenbarsten Hürden. Jedoch, so schätzte er ein, wäre ein Abriss und anschließender Neubau in der Jacobistraße nicht unkomplizierter gewesen. Durch die Sanierung soll das Gebäude der Clara-Schwab-Schule wieder zu altem Glanz zurück finden. Altes bewahren, lautet die Devise. Nach außen soll darum die alte Fachwerkfassade restauriert und so wiederhergestellt werden, wie sie vor hundert Jahren glänzte.
Der Rohbau ist geschafft. Nun, so berichtete Wolfgang Kühn weiter, stehe weiteren Sanierungsarbeiten, die im kommenden Winter durchgeführt werden sollen, nichts mehr im Wege. Erleichtert über diese Nachricht zeigte sich auch Jörg Rehbaum. Er ist froh, dass hier „ein Stück der Identität der Stadt Burg“ bewahrt wird.