Burg (mey). Zum ersten Mal geht die Europaschule Carl von Clausewitz eine Kooperation mit UNICEF ein, um sich mit einem Spendenlauf für Notleidende einzusetzen.

335 Schülerinnen und Schüler besuchen die Europaschule Carl von Clausewitz in Burg. Fast alle von ihnen gingen am vergangenen Donnerstag an den Start, um für eine gute Sache Runden auf dem Burger Koloniesportplatz zu drehen. Auch viele der Lehrer wie Schulleiter Frank Höpfner zeigten volles Engagement. Jede gelaufene Runde war bares Geld wert. Sponsoren (darunter Unternehmen aus Burg und der Umgebung sowie Eltern) belohnten den Einsatz der Läufer, immerhin ging es hier um einen guten Zweck in vielerlei Hinsicht.
Die ersten Spendenläufe veranstaltete UNICEF schon vor vielen Jahren. Mit der Clausewitz-Schule ging sie nun erstmals eine Kooperation ein. Prof. Dr. Gudrun Goes und Margit Herter bieten der Organisation ehrenamtlich ihre Unterstützung an. Im Mai 2018 betreuten sie UNICEF-Projekte an der Clausewitz-Schule, in denen sich die Schülerinnen und Schüler mit Problemen und Nöten in Entwicklungsländern vertraut machten. Die Wasserknappheit im Sudan war hierbei ein Schwerpunkt. Schnell traf die Idee, gemeinsam einen Spendenlauf durchzuführen, bei den Schülern auf reges Interesse. Sponsoren wurden gesucht, telefonisch kontaktiert und konnten schnell überzeugt werden. Auch das zu unterstützende Projekt war schnell gefunden. UNICEF-Spendenläufe verfolgen stets ein konkretes Ziel. So einigten sich Schule und Organisation darauf, Spenden für eine neue Wasserpumpe, die einen Wert von 365 Euro hat, zu erlaufen. Neue Brunnen seien sehr teuer, erklärte Prof. Dr. Gudrun Goes. „Wir stecken uns lieber realistische Ziele, die wir dann auch wirklich sicher erreichen können, als hinterher möglicherweise enttäuscht zu werden.“ Der Spendenlauf verfolgt jedoch noch einen weiteren Zweck, wie die Ansprechpartnerin der Arbeitsgruppe UNICEF Magdeburg beschreibt: „Es geht auch darum, den Schülern die Probleme der Welt näherzubringen und ihnen das Gefühl zu geben, selbst etwas bewegen zu können. Sie sind selbst aktiv, sie laufen, um etwas Gutes zu bewirken.“
Das erkannten auch die Großsponsoren, die von der Schule angesprochen wurden. Bärbel Michael von der WoBau Burg schaute beim Spektakel selbst vorbei und erkannte: „Die Schüler merken, dass sie gemeinsam aktiv ein Ziel erreichen können. So für einen guten Zweck zu sammeln, macht einfach Sinn.“
Durch die Einnahmen des Spendenlaufes soll außerdem die Schule selbst unterstützt werden. 50 Prozent der Spenden eines UNICEF-Laufes kommen stets dem als Ziel gesetzten Projekt zugute, die übrigen 50 Prozent fließen in die Schulkasse. Auch hier setzt die Clausewitz-Schule auf Bewegung. In der „bewegten Pause“ werden die Schüler stets dazu animiert, sich zwischen den Stunden sportlich auszulassen. Mit den erlaufenen Spenden sollen neue Sportgeräte hierfür finanziert werden.