Burg (mey). Im März 2018 war der Stundenplan von 30 Schülerinnen und Schülern der Conrad Tack-Schule auf den Kopf gestellt worden. „MIX IT!“ nennt sich das Erfolgsprojekt, an dem sich die jungen Erwachsenen beteiligt hatten und in dessen Rahmen drei Kurzfilme und ein Making Of in und über Burg entstanden waren. Das Ergebnis feierte am Montag, 16. April 2018, Premiere.

2017 war die Projektrunde unter dem Titel „Veränderung“ in Kooperation der Deutschen Filmakademie und des BilderBewegen e.V. gestartet, die in Burg nun mit der Premiere der in der Ihlestadt gedrehten Filme abgeschlossen wurde. 15 Schülerinnen und Schüler einer Erzieherklasse und noch einmal so viele junge Flüchtlinge hatten gemeinsam drei Filme geschaffen – von der Idee über das Drehbuch bis zum Schnitt. Begleitet wurden sie dabei von echten Filmprofis.
Zu Beginn der Projektwoche gaben die Experten lediglich das Stichwort „Veränderung“ vor. „Die Burger zeigten sich wirklich sehr kreativ“, hatte damals Gabriela Zorn, die Berliner Projektleiterin berichtet. Die Unterschiedlichsten Ideen wurden gesammelt, sortiert und aus ihnen das Beste herausgesucht. Anschließend ging es in die aktive Arbeitsphase. Den Schülerinnen und Schülern wurde binnen kurzer Zeit anschaulich die Basis der Filmkunst nahegebracht, bevor sie selbst vor beziehungsweise hinter der Kamera Stellung bezogen und sie ihre eigenen Kurzfilme planten und drehten. Lediglich den Zusammenschnitt übernahmen anschließend wieder die Profis.
Die drei Filme und ein Making Of feierten ihre große Premiere im BurgTheater – einer Kulisse, die nicht nur dem Anlass würdig war, sondern selbst die angereisten Berliner Gäste begeisterte. Der Saal war gut gefüllt; dabei war das Publikum ebenso bunt gemischt wie die Akteure der Filme, die präsentiert wurden. Mit begeistertem Applaus wurden die angehenden Filmemacher belohnt, bevor es in den geselligen Teil des Abends überging. Zwischen allen Beteiligten, zwischen Profis und Schülern wie auch zwischen Deutschstämmigen und Flüchtlingen war durch das Projekt ein vertrautes, freundschaftliches Miteinander entstanden. Das bemerkten auch die Gäste. Eine Lehrerin der Erzieherklasse lobte: „Wir sind total begeistert. Schon als wir das Projekt unseren Schülerinnen und Schülern vorstellten und fragten, ob sie überhaupt Lust auf diese Woche hätten, bekamen wir sehr positive Reaktionen. In unserer Schule förderten wir bereits durch unterschiedliche Aktionen Integration von Flüchtlingen und Toleranz, eben ein gesundes Miteinander. Mit „MiX IT!“ bot sich die Möglichkeit, an diese Arbeit anzuknüpfen. Das Ergebnis, das uns heute hier gezeigt wurde, ist wirklich beeindruckend!“
Mit vielen positiven Eindrücken verabschiedeten sich nach der Premiere auch die Filmexperten. Nicht nur die charmante Kulisse des BurgTheaters wurde gelobt. Gabriela Zorn deutete auf einen Burger Gast, der sich angeregt mit Schülern, sowohl deutschstämmigen als auch ausländischen, über die Kurzfilme unterhielt: „Das ist es, was wir mit unserem Projekt erreichen wollen. Wir wollen Grenzen ausblenden. Es ist schön, dass wir hier doch so einige Burgerinnen und Burger erreichen konnten – nicht ‘nur’ die Schüler.“ Damit ist die Projektwoche als voller Erfolg zu werten. In fünf Tagen wurde mehr vermittelt als nur Basiswissen der Filmkunst. Bilder bewegen, über die Grenzen von Herkunft, Religion und Kultur hinaus. „MiX IT! ist gelebte Integration“.
Alle vorgestellten Videos sind im Internet zu finden auf www.YouTube.com auf dem Kanal „Mix it! Filmprojekt“ in der Playlist „14. Tandem – Burg“.