Burg (mey). Am Donnerstag, 17. Mai 2018, stellte Prof. Dr. Karl-Heinz Tempelhof sein neues Werk „Von einem Paradies ins andere“ in der Ihlestadt vor.

Ein Techniker, ein Gelehrter, ein Autor, in erster Linie ein Geschichtenerzähler. Viele Bezeichnungen treffen auf ihn zu, auf den Professor aus der Stadt der Türme. Als Zeitzeuge der Deutschen Demokratischen Republik von ihrer Geburt bis zur Wiedervereinigung erzählt er ein Stück Zeitgeschichte durch das Geschichtenerzählen aus seiner eigenen Sicht.
Die kleine Ortschaft Krüssau und die Kreisstadt Burg dienten Tempelhof nicht zum ersten Mal als Vorlage zweier der wichtigsten Schauplätze in seinen Erzählungen. Aus seinem eigenen Leben berichtet der Gelehrte in seinem Werk über Männer und Frauen, über Gewinner und Verlierer der Wende. Wer aufmerksam liest und den Bezug zum heutigen Jerichower Land bis hin nach Magdeburg erkennt, wird wahre regionale Geschichte zwischen den Zeilen erfahren. Humorvoll weckt Tempelhof die Erinnerungen an Milchpulver und zur
Trauerstunde läutende Kirchenglocken, bis hin zum angestauten Verlangen, im „goldenen Westen mit eigenem Geld goldene Güter zu erwerben“ und dem nahen Traum von „blühenden Landschaften, wie im Westen!“
„Das Leben geht weiter, immer weiter, für Sie alle“, schloss Tempelhof treffend am Ende seiner Präsentation.