Burg (mey). 170 Tage Landesgartenschau Burg 2018 neigen sich dem Ende entgegen. Millionen von Euro wurden investiert, unzählige Pflanzen wurden gesetzt, ein Blütenmeer verwandelte die Stadt der Türme in eine Stadt der Farbenpracht. In zwölf Blumenschauen zeigten Floristinnen und Floristen sowie Gärtnerinnen und Gärtner ihr Geschick und bewiesen zu unterschiedlichsten Themen größte Kreativität. Am Freitag, 21. September 2018, wurde die letzte Hallenschau der Sommersaga „Landesgartenschau Burg 2018“ eröffnet.

Alle zwei Wochen hieß es diesen Sommer über: „Diesen Freitag möchten wir Sie wieder mit Neuigkeiten von der Landesgartenschau Burg 2018 versorgen und laden Sie herzlich zur Eröffnung der neuen Blumenhallenschau im Flickschupark ein“. Die zwölfte und letzte Hallenschau ist nun noch eine Woche lang, bis zum Ende der Landesgartenschau Burg am Sonntag, 7. Oktober 2018, für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Elfmal begrüßte die Geschäftsführerin der Landesgartenschau, Sonnhild Noack, ihr Team, Andreas Kenzler vom gärtnerisch-technischen Bereich, Patricia Blei (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Frank Schröder (Leiter des gärtnerisch-technischen Bereichs) und die Hallengestalterin Andrea Marchand im Burger Flickschupark, um die in eben diesem Zwei-Wochen-Rhythmus wechselnden Hallenschauen zu eröffnen. Andrea Marchand, Peter Liebscher und Bert von der Forst waren an jeder einzelnen der Blumenausstellung beteiligt und bestimmten gemeinsam mit 22 Ausstellerinnen und Ausstellern aus der Region und von weiter her die Erscheinung der angesprochenen Thematiken, zu denen insgesamt über 100 Ausstellungsbeiträge entstanden. Bromelien, Grabschmuck, Orchideen, Knäckebrot, eine alte Badewanne, Gräser und sogar Plastiktüten wurden zu unterschiedlichen Zeiten genutzt, um Besucherinnen und Besuchern kreative Anregungen für den eigenen Garten oder Balkon zu schenken, sie zum Nachdenken anzuregen oder einfach nur träumen zu lassen. In der letzten Hallenschau der Burger Blumenmesse nun werden gleich zwei Themen angesprochen. Zum Einen läuten Blumengestecke und Kränze in Verbindung mit alten Haushaltsgeräten und farbenfrohem Obst und Gemüse den Herbst ein. Zum anderen dürfen in dieser letzten Hallenschau winterliche Dekorationen nicht fehlen – immerhin wollten die Hallengestalter ja so viele floristische Schwerpunkte wie möglich gebührend in Szene setzen und miteinander verbinden. Kleine Weihnachtsbäumchen und -kränze begrüßen darum schon jetzt die letzten Besucherinnen und Besucher der Blumenhalle. Die eigentliche Arbeit in der Halle wurde stets ohne Zuschauerinnen und Zuschauer verrichtet. Wurden am Donnerstagabend die Tore des Flickschuparks geschlossen, fing für die Hallengestalter die Arbeit erst so richtig an. Über Nacht wurden Beete neu bepflanzt, bleibende Pflanzen hergerichtet und die wechselnden Ausstellungsflächen teils von Grund auf neu gestaltet. Zwölf Hallenschauen bedeuten insgesamt eine bepflanzte und gestaltete Fläche von etwa 5.500 Quadratmetern über den gesamten Zeitraum der Landesgartenschau. Unzählige Blumen, Gräser, Gestecke, Obst oder Gemüse zierten die Halle im Flickschupark. Allein die Beschaffung, An- und Ablieferung oder Wege, die erledigt werden mussten, um die Beiträge täglich zu pflegen – knapp 30.000 Kilometer wurden dabei zurückgelegt, was etwa drei Viertel des Erdumfangs entspricht. Im Rekordsommer 2018 bedeutete dieses Wunderwerk der Floristik besonders viel Hingabe bei der Pflege, denn egal, ob Besucherinnen oder Besucher zu Beginn oder kurz vor der nächsten Umgestaltung der Blumenhalle diese floristische Ausstellung besichtigten, immer sollte ihnen ein herrlicher Anblick, eine perfekte Komposition der Pflanzen präsentiert werden. Bei weit über 40 Grad in der Hallenschau kamen nicht nur die Pflanzen an ihre Grenzen, auch die beteiligten Gärtner und Floristen arbeiteten auf Hochtouren. Ein besonderer Dank seitens der Geschäftsführung der Landesgartenschau geht deshalb an Andrea Marchand, welche Tag für Tag jede Menge Zeit und Energie für die Pflege und Bewässerung aufbrachte und somit die Hallenschauen in ihrer ganzen Pracht und Besonderheit erstrahlen ließ.
Ergänzt und umrahmt wurden die blumigen und bunten Hallenschauen dabei oftmals durch Ausstellungen regionaler und überregionaler Künstlerinnen und Künstler. Andrea Markus zeigte Bilder zum Thema Natur und Landschaft, Keramik gab es von Edelgard Büchner, Natur pur brachte Ute Bernau auf die Leinwand, Melanie Kuna-Drechsler sorgte für Fantasien aus Wachs und Angela Straßberger zauberte mit ihren schönen Blütenbildern den Besucherinnen und Besuchern ein kleines Lächeln ins Gesicht.