Jerichow (püt). Im Jerichower Bürgerhaus bestand am 19. März 2018 die Möglichkeit, Wasser- und Bodenproben von Heike Schölzke von der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie e.V. aus Mittweida untersuchen zu lassen.

Mit Wasserflaschen und Tütchen voll Sand fanden sich Einwohnerinnen und Einwohner des Altkreises Genthin im Bürgerhaus Jerichow ein, um diese durch Heike Schölzke untersuchen zu lassen. Viele allerdings kamen mit Leitungswasser. Dieses wurde durch den Verein nicht geprüft. „Leitungswasser ist das beste geprüfte Lebensmittel in Deutschland. Bei Fragen sollte man sich direkt an den örtlichen Wasseranbieter wenden“, sagte Heike Schölzke den doch enttäuschten Gästen. Die mitgebrachten Bodenproben nahm sie allerdings entgegen und wird diese an ein Labor weiterleiten. Dort wird der Boden dann auf Nährwert, Schwermetallen und weitere Verunreinigungen geprüft. In etwa zwei Wochen werden dann die Prüfberichte übersandt. Vor Ort nahm die Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe für umwelttoxikologie die Bestimmung des ph-Wertes vom Grundwasser vor. Eigens hierfür hatte sie ein Messgerät, Messzylinder, Pipetten und Nitratlösungen im Gepäck. Weitere Analysen werden auch im Labor durchgeführt und in zwei Wochen ein Prüfbericht erfolgen.
Auf den Weg ins Bürgerhaus machte sich auch Joachim Menzlow aus Jerichow. Da sein Garten sich in unmittelbarer Nähe der Elbe befindet, wird dieser bei Hochwasser stets überschwemmt. Von der Expertin wollte er deshalb die Verunreinigungen in seinem Gartenboden, die die Elbe bei jeder Überschwemmung mit sich bringt, erfahren. Ebenfalls interessierte den 67-Jährigen der Zustand seines Brunnenwassers. „Schließlich will ich ja jedes Jahr Gemüse in meinem Garten anbauen“, sagte er. Enttäuschung allerdings machte sich bei den Anwesenden auch über den hohen zu entrichtenden Unkostenbeitrag breit. So zogen einige ohne die Abgabe ihrer Proben wieder von dannen. Im Spätsommer dieses Jahres werden in Jerichow, so ist es geplant, wieder Boden- und Wasserproben zur Analyse entgegengenommen. „Die Leute sollten allerdings nur Brunnenwasser mitbringen“, weist Heike Schölzke hin.