Burg (mey). Die Interkulturelle Woche fand in den vergangenen Tagen in Burg statt. Zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Toleranz, Miteinander und kulturellen Austausch haben an verschiedenen Orten stattgefunden. Nach der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, 17. September 2017, folgten unter anderem Höhepunkte im BurgTheater und beim DRK.

„Vielfalt verbindet“ im Burg Theater
Am Montag, 18. September 2017, wurde ein Kurzfilm der Partnerschaft für Demokratie Burg und südliches Jerichower Land vorgestellt. Zu dieser Premiere waren nicht nur die „Leihendarsteller“, die am Film mitgewirkt hatten, sondern auch andere am Projekt interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Unter anderem waren auch Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum und die stellvertretende Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung und die stellvertretende Vorsitzende des Kinder- und Jugend-
forums Charlotte Faber erschienen.
Im Anschluss an den Film kamen diese und weitere Ehrengäste vor der Leinwand zusammen, um über das interkulturelle Zusammenleben im Jerichower Land und über die damit einhergehenden Problematiken zu debattieren. Die Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck, betont gleich zu Beginn ihrer Ausführungen, wie wichtig es ist, das Projekte wie das der Partnerschaft für Demokratie vor allem über einen längeren Zeitraum staatlich unterstützt und gefördert werden.
Debattiert wurde aber nicht nur über Vereine und Projekte, sondern über die Möglichkeiten des Einzelnen, Demokratie auszuleben und zu erleben. Ashaq Al-Obaidi lebt seit 20 Jahren in Burg und ist eigentlich gut integriert. Vor allem den Kontakt zum AWO Nachbarschaftstreff aber auch zu vielen anderen deutschstämmigen Bürgerinnen und Bürgern schätzt sie sehr. Dennoch musste sie gerade in den vergangenen Jahren eine Veränderung in der Bevölkerung zur Kenntnis nehmen, die nicht nur Susi Möbbeck auf die Brust gedrückt haben dürfte. Dazu sagte die Integrationsbeauftragte: „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass uns Rassisten vertreten und repräsentieren!“

Tag der offenen Tür:
Auch das DRK beteiligte sich am Dienstag mit dem Tag der offenen Tür an der Interkulturellen Woche, zu dem viele Gäste erschienen waren. Es wurde sich ausgetauscht, gemeinsam gegessen und gesungen und Maik Schulz von der Leitstelle erklärte den Angehörigen fremder Kulturen, wie man sich zu verhalten hat, wenn man jemandem begegnet, der Hilfe benötigt. Heidi Buck von der Integrationsberatung arbeitet schon seit einigen Jahren mit Flüchtlingen zusammen. Sie kann regelmäßig beobachten: „Fast alle Flüchtlinge, mit denen wir hier in Burg zu tun haben, sind überaus dankbar für die Möglichkeit der Zuflucht bei uns. Sie zeigen so deutlich, dass sie etwas zurückgeben wollen. Und das tun sie auch, wo sie nur können.“