Genthin (püt). In der vergangenen Woche ereilte die Redaktion von „Der Genthiner“ ein Hilferuf von Marcin Nadolny aus Polen, der nach seiner Familie sucht. Alte Fotos belegen, dass diese in den fünfziger Jahren in Genthin und Umgebung beheimatet war.

Bereits seit vielen Jahren sucht Marcin Nadolny nach seiner Familie. Sein Großvater war Soldat, bevor er in der Nähe von Torùn (Thorn) stationiert wurde. Er verstarb 1944 im polnischen Breslau. Das einzige, was Marcin Nadolny von seiner Familie besitzt, sind zwei kleine Fotos, die in den fünfziger Jahren in der Stadt Genthin aufgenommen wurden. Die Aufnahmen wurden einst von der Stern-Drogerie Fritz Abraham in Genthin entwickelt. Auf der Rückseite des Gruppenfotos ist handschriftlich vermerkt: „Unser Schrebergarten wo wir wohnen. Es war im Sommer Gartenfest“. Das zweite Foto zeigt eine junge Frau, die einen kleinen Jungen auf dem Arm hält. Hier stehen die Namen Elbeth, Oma und Heinz geschrieben. Der Vorname Elsbeth ist auf beiden Fotos vermerkt. Mehr Hinweise auf seine Familie hat Marcin Nadolny nicht. Er kennt nicht einmal die Namen.
In „Der Genthiner“ sieht Marcin Nadolny nun seine letzte Hoffnung, um seine Familie ausfindig zu machen. Eventuell erkennt jemand auf dem Foto ehemalige Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunde wieder. Interessant ist zudem der Aspekt, dass sie einst in Genthin einen Schrebergarten bewirtschafteten. Wer Marcin Nadolny helfen kann, wendet sich bitte per E-Mail unter redaktion4@der-burgspiegel.de oder telefonisch unter 039 21/45 62 52 an „Der Genthiner“.