Burg (mey). Der erste Netzwerktag in der Burger Stadthalle stieß auf reges Interesse.

„Ohne Frauenquote geht es anscheinend nicht“, kritisierte Sandy Gärtner, eine der Agentinnen des Wandels, die sich auf dem Netzwerktag für Frauen vorstellten. Ob nun bewusst oder unbewusst, Frauen werden im Arbeitsalltag, nicht nur auf dem Lohnzettel, auch 2018 noch benachteiligt. „In Zeiten von #MeToo flammt der Feminismus endlich mal wieder auf und das müssen wir nutzen! Wir müssen nachlegen und dran bleiben, damit die Gleichberechtigung der Frau nicht gleich wieder vergessen wird und die Thematik am Leben gehalten wird.“ Auch abseits des Arbeitsmarktes werden Frau und Mann selten gleich und nicht immer gleich gerecht behandelt. Darum sei auch im Familienleben darauf zu achten, dass Jungen und Mädchen selbstbewusst und miteinander zu Gleichberechtigung erzogen würden.
Mögliche Wege in solch eine Zukunft wurden unter anderem am Netzwerktag des runden Tisches „It’s Tea Time“ vorgestellt. Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Jobcenters Jerichower Land, Ulrike Mylius erläuterte: „In unserem Netzwerk agieren die Gleichstellungsbeauftragten von Burg, Genthin, dem Landkreis, die Netzwerkstelle Kinderschutz, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter gemeinsam mit Sandy Gärtner hier im Jerichower Land im Sinne der Fragestellung um die Gleichberechtigung. An diesem Netzwerktag wollten wir nicht nur uns vorstellen, sondern auch verschiedenste Themen für Frauen, unterschiedlichste Möglichkeiten in Hinsicht auf Arbeitsleben, Gesundheit, aber auch Freizeit und Familie aufzeigen.“
Diverse Institutionen, Vereine, Arbeitgeber und weitere waren dazu eingeladen worden, an eigenen Ständen zu informieren. AWO, DRK, das Soziokulturelle Zentrum Burg, das THW und viele mehr waren der Einladung gefolgt. Vertreter*innen der Polizei beantworteten nicht nur Fragen zur polizeilichen Karrierelaufbahn, zum möglichen Studium oder zur Ausbildung, sondern begleiteten den Nachmittag auch noch mit der Soulband der Landespolizei Sachsen-Anhalt musikalisch. Über verschiedene Förderprogramme für Schüler*innen (beispielsweise BAföG) wurde ebenso informiert wie über Schwangerschaftsberatung (Diakonie Genthin) und Opferschutz (Weißer Ring) oder die Partnerschaft für Demokratie (AWO). Die feuerwehrtechnische Zentrale warb für ehrenamtliches Engagement und die Förderung von Arbeit mit Jugendlichen. Informationen für die Fitness der Powerfrauen bot unteranderem Zauberfood-Coachin Ines Roefe.