Burg (mey). Um Maja und Willi zu schützen, reichen bunte Beete im eigenen Garten schon aus.

Jedes Kind kennt sie, die fleißige Honigbiene. Ihre zahlreichen wildlebenden Verwandten sind nur wenigen bekannt. In unterschiedlichen Farben und verschiedenen Größen schwirren sie durch die Natur, sammeln Nektar und tragen so zu einem funktionierenden Ökosystem bei. Damit zählen sie zu den „systemrelevanten“ Insekten, die die Grundlage unzähliger Nahrungsketten – auch der des Menschen – sichern. Doch die kleinen Tierchen sind in ihrer Existenz bedroht. Studien zeigen einen dramatischen Rückgang von Insektenpopulationen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird hierfür gern als Ursache herangezogen, doch Dr. Matthias Wucherer vom Netzwerk „Blühende Landschaft“ und Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert waren nur zwei der Gäste, die zur Einweihung eines Bienengartens im Burger Goethepark angereist waren. Beide bezogen Stellung zu der Problematik, die allgemeinhin unter dem Titel „Bienensterben“ diskutiert wird. Die Landwirtschaft, so waren sich beide einig, wäre in der Thematik nur einer von mehreren zu beachtenden Faktoren. Der Wandel der Landschaft im Allgemeinen sei es, der dazu beiträgt, dass Insektenpopulationen zurückgehen. Gemähte Rasenflächen statt Blumenbeete und das Anlegen kleinerer Urnengräber an Stelle großer Grabstätten tragen zusätzlich dazu bei, dass die Nahrungsgrundlagen von Bienen und anderen Tieren wegfallen. Zurück zu abwechslungsreichen Beeten mit saisonal wechselndem Blütenstand – jeder kann dem „Bienensterben“ entgegenwirken.