Burg (mey). Vernetzung, Austausch und Engagement stehen im Fokus des Kulturstammtisches Burg. So standen der Burger Kultursommer, der Brigitte Reimann Kulturpreis 2017, der neugegründete Wasserturm Verein und das Reimann Haus beim letzten Treffen auf der Tagesordnung.

Eröffnet wurde der letzte Burger Kulturstammtisch, zu dem zahlreich Kulturschaffende und Kulturinteressierte erschienen waren, mit dem Thema des diesjährigen Kultursommers. Eingeleitet wird dieser bereits am Mittwoch, 21. Juni 2017 mit der Fête de la Musique in Burg. Die Vorbereitungen hierfür laufen auf Hochtouren und auch ein Stand zur Information rund um den Kultursommer selbst wird in der Schartauer Straße präsent sein. Insgesamt sind etwa 35 Veranstaltungen im Kultursommer 2017 geplant.
Im zweiten Punkt der Tagesordnung ging es um den Brigitte Reimann Kulturpreis. Vorschläge zu den Nominierungen konnten noch bis vor kurzem eingereicht werden. Nun wird entschieden, wer sich durch seinen kulturellen Beitrag in Burg dafür qualifiziert hat, den begehrten Preis am 4. November 2017 entgegennehmen zu dürfen. Verliehen wird er in der Burger Ballnacht.
Kultur zu schaffen liegt auch im Interesse des neugegründeten Wasserturmvereins der Stadt Burg. Inspiriert wurde er von Projektgruppen der Facebook-Seite „Burger Ansichten“, die sich mit einem der Wahrzeichen Burgs im Besonderen auseinandersetzt. Nun kam es zur Gründung des Vereins, der in wenigen Wochen unter Kooperation mit dem WEITBlick e.V. selbst zum offiziell eingetragenen Verein (Abkürzung „e.V.“) werden soll. Kontakte wie beispielsweise zum Heimatverein Burg wurden bereits geknüpft. Gemeinsam wurden auch Ideen zu zukünftigen Ausstellungen wie zum Thema der Maschinenbaugeschichte in Burg gesammelt. Denkbar wäre auch eine besondere Ausstellung im kommenden Jahr, in dem die Stadt ihr 1070-jähriges Bestehen feiert. Hierbei wäre eine Gegenüberstellung von Bildern aus der Geschichte mit den aktuellen Burger Ansichten durchaus vorstellbar. Nach dem Abriss des Reimann Geburtshauses wurde die bekannte Schriftstellerin zum am meisten diskutierten Hauptpunkt auf der Tagesordnung. Roland Stauf, Vorstandsmitglied der Brigitte-Reimann-Gesellschaft, ergriff zu diesem Thema das Wort. Nachdem nun das Geburtshaus weichen musste, stellt sich die Frage, wie an die Burger Schriftstellerin erinnert werden könne. Hierfür wären bereits Ideen entwickelt worden. Der erste Einfall, die Silhouette des abgerissenen Hauses zu nutzen und durch den Einsatz von Graffiti zu gestalten, rief nur mäßig Begeisterung hervor. Dafür stieß die Idee zu einem digitalen Reimann-Rundgang durch die Stadt auf umso größeres Interesse. Der Gedanke steht noch in der Entwicklungsphase, aber erste Ideen wurden unter anderem durch Reinbern Erben vom Diakonischen Werk angeführt. Vorstellbar wäre es, an verschiedenen Stationen, die Brigitte Reimann in ihren Werken beschrieb, mit einer Informationstafel zu versehen, auf der ein QR-Code angegeben ist. Dieser könne im zeitalter der digitalen Medien per Handy gescannt werden. Über eine App sollen die User und die Verfolger des Reimann-Rundgangs alle möglichen Informationen zum betreffenden Platz erhalten. Ein letzter Punkt wurde vom Kulturstammtisch angesprochen. Im nächsten Jahr wird die Stadt Gastgeber der Landesgartenschau 2018 sein. Für Touristen und Touristinnen, die mit dem Zug anreisen, wurde eine neue Tourist-Info direkt am Bahnhof angelegt. Auch sonst werden diese durch die Nähe von Bahnhof und Goethepark relativ gut angesprochen. Fraglich ist nur, wie auch Wandernde und Fahrradfahrende, die beispielsweise über den Elberadweg an Burg vorbeigeführt werden, in die Stadt gelockt werden könnten. Die fehlende Beschilderung wurde hier als eines der Hauptprobleme aufgeführt.