Burg (eb/mey). Die Stadt Burg hat ein „nichtförmliches Interessenbekundungsverfahren zur Verpachtung eines Tierfriedhofes auf einem gesonderten Gelände des Burger Ostfriedhofes“ in die Wege geleitet. Gesucht werden Pachtinteressenten, die in der Lage sind, entsprechende Referenzen vorzuweisen.

Für viele Tierbesitzer gehören Fellnasen und Samtpfoten einfach zur Familie. Längst werden Haustiere in einigen Haushalten ähnlich geliebt, wie der Lebensgefährte. Nicht selten wird jedoch gerade bei Tierarten wie Hunden und Katzen nach zehn, 15 oder spätestens 18 Jahren klar, dass der vierbeinige Gefährte nicht unsterblich ist. Das Fell wird matt, die einst so wachen Augen ziert ein Milchschleier und Postbote oder ein Spatz vor dem Küchenfenster schaffen es kaum mehr, dass sich Rex und Minky aus dem Körbchen hieven. Früher oder später wird es Zeit für den Abschied. Der Wunsch, gebührend um sein geliebtes Haustier trauern zu können und ihm einen ehrenwerten Platz zu verschaffen, ist da nur zu gut nachvollziehbar. Doch Friedhöfe für Haustiere sind in Deutschland rar. Im Jerichower Land gibt es (bisher) keinen. In einem nichtförmlichen Interessenbekundungsverfahren will die Stadt Burg jetzt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger einen Pächter zum Betreiben eines Tierfriedhofes finden. Betont wird, dass es sich hierbei nicht um eine Vorabinformation im Sinne des Vergaberechts handelt, sondern um ein „nichtförmliches Interessenbekundungsverfahren der Stadt Burg in Anlehnung an die Bundeshaushaltsordnung Paragraph 7, Absatz 2“!
In der Beschreibung des Verfahrens heißt es: „Die Stadt Burg beabsichtigt, auf dem Gelände des Burger Ostfriedhofes eine Fläche zur Bestattung von Haustieren, bis zur Größe eines Hundes, zu verpachten. Es ist vorgesehen, eine Fläche der Größe von etwa 300 Quadratmetern anzubieten, welche sich separat zu jeglichen anderen Bestattungsarten befindet.
Die Bestattung von kremierten beziehungsweise unkremierten Haustieren soll damit ermöglicht
werden. Näheres soll eine spätere Benutzungsordnung regeln.
Die Stadt Burg wird im Vorfeld die komplette Fläche zur späteren Nutzung dementsprechend herrichten (hierzu gehört die notwendige Rasenansaat sowie Rasenmahd). Es wird auch zugesichert, dass für die gesamte Fläche eine Wasserstelle zur Verfügung gestellt wird.“
Über die Pachtbedingungen würde zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt werden.
Die Interessenbekundung sollte ein Konzept enthalten. Dazu gehören Referenzen, vergleichbare Unterlagen (wenn vorhanden) und die Beziehung zum Bestattungswesen.
Interessenbekundungen sind bis zum 20. Dezember 2018 bei der Stadt Burg, Fachbereich 3 Stadtentwicklung und Bauen (In der Alten Kaserne 2 in 39288 Burg) einzureichen. Die Interessenten werden nach Ende dieser Frist zu einem Gespräch eingeladen.