Burg (mey). Für zehn junge Männer des Jerichower Landes war der Montag, 5. März 2018, ein ganz besonderer Tag. Offiziell wurde ihnen nach erfolgreichem Abschluss der Gesellenprüfung ihr Gesellenbrief überreicht.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreishandwerkschaft Elbe-Börde, Malermeister Konrad Zahn, sprach die Gesellen frei. In acht Firmen der Kfz-Innung hatten die Nachwuchshandwerker in den vergangenen Jahren ihre Ausbildung absolviert. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, Erfahrungen in ihrer Handwerkskunst zu sammeln, um sich vielleicht der nächsten Herausforderung – dem Erwerben des Meis-
terbriefes zu stellen. „Handwerk hat goldenen Boden“, so lautet ein Sprichwort.
Kevin Kaiser, Abteilungsleiter für Berufsbildung der Handwerkskammer Magdeburg erinnerte an den demographischen Wandel in Sachsen-Anhalt und sprach den Nachwuchshandwerkern Mut zu: „Sammeln Sie erstmal Erfahrung in Ihrem Betrieb, feiern Sie! Atmen Sie durch und genießen Sie diesen Tag. Aber wenn Sie soweit sind, denken Sie auch an Ihre Fort- und Weiterbildung!“ Viele Handwerksmeister des Jerichower Landes seien heute bereits älter als 50 Jahre. Die Frage um die Nachfolger stünde schon jetzt für viele Betriebe im Raum. Darum sei es den Gesellen empfohlen, sich den Meisterbrief als nächstes Ziel für ihren beruflichen Werdegang zu setzen.
Konrad Zahn appellierte an die soziale Verantwortung der von ihm Freigesprochenen. „Das Handwerk macht die Marke Made in Germany bekannt“, so der Malermeister. Den Gesellen sei gewünscht, die Freude am Handgemachten nicht zu verlieren. Auch erinnerte Zahn die jungen Erwachsenen daran, wer ihnen auf dem Weg zum Gesellenbrief zur Seite gestanden habe. Dieser berufliche Erfolg sei auch Verdienst der Ausbilder, Lehrer und Eltern, die den ehemaligen Azubis in deren Jahren der Ausbildung zur Seite gestanden hatten.
Landrat Dr. Steffen Burchhardt sprach den Gesellen gegenüber seine hohe Wertschätzung aus. Er hofft, die Handwerker im Jerichower Land halten zu können und dass sie die Betriebe im Landkreis am Leben halten werden.