Genthin (eb/püt). Am 14. Juni 2018 berieten sich Mitglieder des Genthiner Stadtrates zum Neubau des Stadtkulturhauses.

Grundlage der Diskussion waren die Inhalte der im Sommer 2017 durchgeführten Ideenwerkstätten. Aufgrund der Vorstellungen erarbeitete ein Planungsbüro daraufhin ein Konzept, das im Dezember vergangenen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. In einem direkten Gepräch mit dem beauftragten Architekten wurde das Konzept besprochen. Hier wurde über Möglichkeiten der Finanzierung des neuen Stadtkulturhauses und baurechtliche Hinweise informiert. In der Arbeitsberatung am 14. Juni 2018 wurden alle Angaben aufgeschlüsselt und dargestellt. Im Vorfeld wurde eine Bauvoranfrage an den Landkreis gestellt. Um sicher zu gehen, dass auf dem Gelände an der Jahnstraße gebaut werden kann, müssen hier weitere Untersuchungen des Erdreichs erfolgen. Informationen zufolge soll der Boden stark chemisch verseucht sein, sich im Untergrund eine Giftblase befinden. Für Aufklärung sollen weitere kostenintensive Gutachten sorgen. Wird der ausgewählte Standort des neuen Stadtkulturhauses derzeit von Grundschule Stadtmitte und Gymnasium seit Jahrzehnten als Schulhof und Parkplatz genutzt, lässt die nun festgestellte chemische Verunreinigung des Erdreichs alle Beteiligten die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Generationen von Kindern verbrachten hier ihren Schulalltag. Die Kos-
ten für das für den Neubau benötigte Gutachten konnten bislang im Konzept nicht berücksichtigt werden. Bisherige Schätzungen belaufen sich auf vier Millionen Euro. Eine Landesförderung wäre möglich. Um den städtischen Haushalt nicht überzubelasten, ist die Stadtverwaltung momentan auf der Suche nach möglichen anderen Standorten. Die Mitglieder des Stadtrates werden hierzu ihre Ideen einbringen. Mit einem Ergebnis ist bereits Ende Juli 2018 zu rechnen.
Da ein Veranstaltungsgebäude wie das Stadtkulturhaus für Genthin dringend erforderlich ist, wurde Neu-Bürgermeister Matthias Günther beauftragt, mit dem Eigentümer des jetzigen Stadtkulturhauses eine längere Nutzungsdauer miteinander zu vereinbaren.