Hier schreibt abel:

Polit-Zombies? Wenn bisher daran gezweifelt wurde, Horst Seehofers peinliche Vorstellung im Jahr 2018 beweist die Existenz dieser Spezies zu hundert Prozent. Schon im Juli kündigte er seinen Rücktritt an, falls seine liebste Feindin nicht tut, was der bockige Bayer fordert. Dieses kindische Verhalten kommentierte er selbst am Ende als „Angebot an die Kanzlerin“, schon damals drängte sich für alle (außer Horst) die Frage auf, wieso Angela Merkel ein Interesse an Seehofers Verbleib im Amt haben sollte. Damals wurde der alleweil gültige Grundsatz zerstört, dass die CSU weiß, wann sie einen Streit mit der Schwesterpartei beenden muss. Der irrlichternde Innenminister machte weiter, obwohl Merkel eigentlich genug vom EU-Gipfel mit nach Hause brachte, um die damaligen Forderungen der CSU zu erfüllen. Inzwischen gab es die Causa Maaßen, gleich in mehreren Durchgängen, ein unfassbar schlechtes Wahlergebnis der CSU für den bayrischen Landtag und nach kollektivem Führungsversagen von Söder, Dobrindt und Seehofer zu guter Letzt eine In-Aussicht-Stellung eines neuerlichen Seehofer- Rücktritts, diesmal als Parteichef der CSU. Das alles aber offensichtlich nur, um das deutsche Wahlvolk mit seinem Festhalten am Innenministerposten als untoter Wiedergänger seiner selbst zu quälen. Ich hoffe inzwischen inständig, dass jemand den Bayern zum Fremdschämen von diesem Zustand erlöst. Er selbst wird es nicht schaffen.