Hier schreibt mey
„… wird endlich gut.“ Oder auch nicht. Wer weiß das schon. In den etlichen Tagen, Wochen, nein, Monaten, kann man den Überblick und auch die Lust an der politischen Debatte verlieren. Mir geht es jedenfalls so. Große Koalition hin oder her: „Wir haben ein Ergebnis!“ Wirklich?
Am Mittwoch gaben nun CDU/CSU und SPD bekannt, man wäre sich einig geworden. Zu stehenden Ovationen verleiten diese Worte das Publikum der deutschen Wählerschaft ganz sicher nicht mehr. Wen wundert es? Immerhin ist das berüchtigte letzte Wort ja immer noch nicht gesprochen. Erstmal müssen die Parteimitglieder zustimmen. Oder eben nicht. Und dann? Wird getan, was schon in den vergangenen Wochen getan wurde – es wird weiter diskutiert. Die Chancen auf das „Ja-Wort“ der Sozialdemokraten stehen nur mäßig gut. Innerparteiliche GroKo-Gegner hatten sogar mit dem Slogan „Tritt ein, sag nein“ um neue Parteimitglieder geworben, die gegen eine weitere schwarz-rote Koalition mit abstimmen sollen. Die SPD-Führung will mit den Ministerien werben, die den Sozialdemokraten laut derzeitiger Fassung des Koalitionsvertrages in die Hände gelegt werden würden. Ob aber vor allem den jungen Parteimitgliedern die Posten für Außen, Finanzen und Arbeit reichen, muss sich erst noch zeigen. Mit dem Ergebnis wird bis Anfang März gerechnet. Bis dahin wird sich, wie bisher, das politische Weltgeschehen weiterdrehen.