Hier schreibt abel
Und schon wieder wird ein Ideologieschwein durchs Dorf getrieben. Die Herbizid-Problematik rührt schlicht davon her, dass Arbeitszeit Geld kostet. Wenn ein Hektar Gemüse 100 Stunden Arbeit für die Unkrautbekämpfung erfordert und der Landarbeiter von seiner Arbeit leben können soll, müsste der Bauer … Euro bezahlen. Mit chemischer Unkrautbekämpfung braucht der Arbeiter für das das selbe Hektar im Gemüsebau sogar bei mehreren Ernten in der Saison maximal eine Stunde für das selbe Ergebnis. Statt 20 Unkrauthacken kauft der Bauer dann aber eine Unkrautspritze für 20.000 Euro. Wenn es also irgendwann möglich ist, für das gleiche Geld (Kosten Spritzmittel + Spritze + Anteil Zugkraft + Anteil Fixkosten + Arbeitskraft) Roboter einzusetzen, die das Unkraut mechanisch bekämpfen, wird weder Glyphosat noch ein anderes Herbizid benötigt. Vorher geht es nicht ohne. Außer wir legen fest, menschliche Arbeitskraft einzusetzen, egal was es kostet und zahlen die Preise, die dann fällig werden. Wenn jemand jetzt sagt, der Biolandbau schafft das ja auch, dann muss gesagt werden, dass das nur geht, weil dort der Bauer selber schon mal 80 Stunden Wochen hat und seinen Arbeitern nicht das bezahlen kann, was bezahlt werden müsste, um ein entspanntes Leben in Sicherheit führen zu können. Darum werden viele BioBetriebe keine zweite Generation erleben. Wer also glaubt, dass ein Verbot von Glyphosat Ursachen bekämpft, irrt gewaltig.