Hier schreibt abel:


Bis zum 31. Dezember 2018 konnten Vorschläge für das Unwort des Jahres 2018 eingereicht werden. In der seit 1991 stattfindenden Wahl will die Jury Schlagworte küren, die zum Beispiel gegen das Prinzip der Menschenwürde verstoßen oder euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend sind. Favorit ist Söders „Asyltourismus“. Kann man verstehen, aber alle Aufregung darüber ist verflogen, und im Ernst: Wer glaubt denn eigentlich dem Söder? Mein persönlicher Favorit ist „40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft“. Ich sehe das im Sinne der Jury und beziehe mich auf das „irreführend“ in den Auswahlkriterien. Der viel zitierte EU-Grenzwert, der bindend für die Verwaltungsgerichte ist, die Dieselfahrverbote vehängen oder anordnen müssen, dieser Wert ist das Ergebnis völlig fehlinterpretierter Studien. Der Lungenspezialist Prof. Dieter Köhler erklärt schlüssig und meines Erachtens unwiderlegbar, dass der Grenzwert schlichter Blödsinn ist. Er erklärt uns, dass das Rauchen von Zigaretten im Bereich der Stickoxide eine 1.000-fache Überschreitung des Grenzwertes mit sich bringt. Stimmten die von den Studien berechneten Todesraten durch NOx, müssten ausnahmslos alle Raucher nach wenigen Monaten versterben. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass Stickoxide und auch Feinstaub im Bereich der aktuellen Grenzwerte völlig ungefährlich sind. Bin gespannt, ob der Wert in den nächsten zehn Jahren angepasst wird.