Jerichower Land (eb). Der Landkreis Jerichower Land verkündigt eine Neuregelung zur Integration von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt. Seit Beginn des Jahres greifen die Festlegungen zur finanziellen Unterstützung von Arbeitgebern, die Menschen mit Behinderung beschäftigen.

Seit dem 1. Januar 2018 greifen neue Regelungen zur Integration von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt. Über das sogenannte Budget für Arbeit sollen öffentliche und private Arbeitgeber finanziell unterstützt werden, wenn sie Menschen mit Behinderungen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz anbieten. Ziel ist es, durch eine Kombination aus finanzieller Unterstützung und kontinuierlicher personeller Unterstützung am Arbeitsplatz Menschen mit Behinderungen Beschäftigungsalternativen zu ermöglichen und sie in die Freiheiten des bundesweiten Arbeitsmarktes mit einzubeziehen.
Beim Budget für Arbeit handelt es sich um eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben. Der Arbeitgeber erhält zum Ausgleich der geminderten Leistungsfähigkeit des Menschen mit Behinderung einen Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 Prozent des gezahlten Arbeitsentgeltes, höchstens jedoch 1.218 Euro pro Monat – angelehnt an die Bezugsgröße in der Sozialversicherung. Zusätzlich erhält der Arbeitgeber einen pauschalen Ausgleich für die notwendige Anleitung und Begleitung in Höhe von bis zu 250 Euro. Diese Leistungen sind zeitlich nicht begrenzt, werden zunächst jedoch für maximal zwei Jahre bewilligt.
Antrags- und anspruchsberechtigt sind Menschen mit Behinderungen. Mit deren Einverständnis kann der Arbeitgeber die Leistungen aus dem Budget für Arbeit beim Sozialamt des Landkreises beantragen. Menschen mit Handicap, die erstmalig
Leistungen der Eingliederungshilfe beantragen wollen, werden darum gebeten, sich an das So-
zialamt des Landkreises in Burg, In der Alten Kaserne 4, zu melden. Weiterführende Information sowie die notwendigen Antragsunterlagen sind auf der Internetseite unter www.lkjl.de/
de/budget-fuer-arbeit.html abrufbar.