Burg (luk). Es war ein Hilferuf einer alleinerziehenden Mutter, der bei der Stadt Burg zu einer Grundsatzentscheidung führte. Das kommt nun all jenen zugute, die in Besitz von „Fünf-Jahreskarten“ der Schwimmhalle Burg sind.

Fabien Greulich wusste sich am vorvergangenen Samstag nicht zu helfen. Nach langer Zeit wollte sie mal wieder mit ihrem Sohn in die Schwimmhalle Burg und ein paar schöne Stunden erleben. Geld brauchte sie dafür nicht, dachte sich die Arbeitssuchende, denn sie ist im Besitz einer Fünf-Jahres-Wertkarte, die sie gern nutzen wollte. Doch an der Kasse dann der Schock. Aufgrund einer Softwareumstellung im November 2013 konnte die Karte an der Kasse nicht mehr ausgelesen und das verfügbare Wertguthaben so nicht ermittelt werden.
Fabien Greulich blieb nichts anderes übrig, als ihre Geldbörse zu zücken und den Eintritt bar zu bezahlen. Am Abend dann suchte sie Rat in einer örtlichen Gruppe eines sozialen Netzwerkes und fand neben Zuspruch auch den Kontakt zum Der BurgSpiegel.
Die Redaktion dieser Wochenzeitung nahm sich dieser Angelegenheit an. Im Gespräch mit der Sachgebietsleiterin für Kultur, Bildung und Soziales Petra Jäger, sowie mit dem Pressesprecher der Stadt Burg, Bernhard Ruth, wurde der Sachverhalt vorgetragen. Innerhalb des Fachbereiches fanden nach nur wenigen Stunden die Fachbereichsleiterin Runa Bohne sowie Petra Jäger und Bernhard Ruth eine Lösung für alle Bürgerinnen und Bürger die noch im Besitz einer Fünf-Jahres-Wertkarte sind.
Wie Bernhard Ruth mitteilte, erklärt sich die Stadtverwaltung Burg bereit, allen Betroffenen den damaligen, aufgebuchten Geldwert auf eine neue Zwei-Jahres-Wertkarte umzubuchen. Diese Vorgehensweise erfolge vor dem Hintergrund, dass die tatsächlichen Guthaben nicht mehr auslesbar seien. Wer also eine Fünf-Jahres-Wertkarte besitzt, kann diese ab sofort in der Burger Schwimmhalle umtauschen. Die Zwei-Jahres-Wertkarten seien ohne Probleme von der neuen Software lesbar, wie Bernhard Ruth wissen ließ. Mit diesen Karten ist der Besuch der Burger Schwimmhalle weiterhin bis zum Ablauf der zwei Jahre oder mit der „Nullbuchung“ möglich.