Jerichow (püt). Im Sommer diesen Jahres wird der Deich hinter der historischen Jerichower Klosteranlage gebaut, um den Schutz vor Hochwasser zu verbessern. Dies macht die Sicherung der 440 Meter langen Klostermauer notwendig. Bauherr ist der Landesbetrieb für Hochwasserschutz (LHW).

„Wir reden von einer Win-win-Situation. Der Deich wird sicherer, die Klostermauer wird standfester und die Stadt wird besser vor Hochwasser geschützt“, sagte Harald Bothe, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow, bei der Begehung der Baustelle am 30. Januar 2018. Im Sommer dieses Jahres werden dann die Arbeiten am 998 Meter langen Deich beginnen. „Aus statistischer Sicht, ist der Deichbau nur in Zusammenhang mit der Sanierung der Mauer zu vollziehen“, sagte Andrè Pasemann, Projektverantwortlicher des LHW. Vorgesehen ist die Ausbesserung der Mauer mit fehlenden Steinen und lockere Steine zu ersetzen. „Wenn der Deich weggebaggert wird, würde die Mauer umfallen“, sagte Burkhard Henning, Direktor des LHW. In Absprache mit der Stiftung Kloster Jerichow wird die Mauer während und nach Arbeiten am direkt angrenzenden Deich stabilisiert, während im Deich Spundwände eingebracht und dieser angehoben wird. Den Bau der Mauer sieht die Stiftungsverwaltung in den Anfangsjahren des Klosters um 1148. Dies werde durch die verwendeten Natursteine belegt. Momentan sind die Mitarbeiter des Landesbaubetriebes damit beschäftigt, Wildwuchs und morsche Gehölze entlang des Deiches zu entfernen. Demnächst werden sechs Bäume im Klosterhof, die die Sanierung der Mauer behindern würden, abgeholzt.