Jerichow/Genthin (püt). Am 30. Juli 2018 war Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff im Rahmen derWahlkreisbereisung des Landtagsabgeordneten Detlef Radke zu Besuch in Jerichow und Genthin. Mit dabei war auch der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens.

Herzlich empfangen wurde Dr. Reiner Haseloff von den Kindern der Kita Jerichow. Eigens für den Besuch des Ministerpräsidenten hatten die Kinder ein kleines Programm eingeübt. Angeregt unterhielt sich der prominente Gast mit den Kleinen. Nach Besichtigung des Kindergartens folgte im Rathaus der Stadt Jerichow eine Gesprächsrunde.
Hier ging es vor allem um die Auslastung der Jerichower Kita, die momentan keine Kinder mehr zur Betreuung aufnehmen kann. „Es wird zunehmend auch schwerer, Personal zu finden“, sagte Harald Bothe, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow. Auch Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig trug sein Anliegen dem Ministerpräsidenten vor. Dieser hatte Dr. Reiner Haseloff um Unterstützung bei gestellten Anträgen auf Fördermittel gebeten. Der Ministerpräsident versicherte, dass die Landesregierung ein Paket zur finanziellen Unterstützung der Feuerwehren bereits eingeplant hat.
Auch wies der Stadtwehrleiter darauf hin, dass die Vorschriften des Landes zu Räumlichkeiten und Ausstattung der Feuerwehren stets schwieriger werden. Weitere Themen in der Jerichower Runde waren der Breitbandausbau, die Bindung von Familien im ländlichen Raum und der Ausbau der Infrastruktur.
Dem Termin in Jerichow folgte im Stadtkukturhaus in Genthin eine Zusammenkunft mit Thomas Barz, Beigeordneter des Landkreises, Genthins Bürgermeister Matthias Günther, QSG-Geschäftsführer Lars Bonitz und Vertretern der im Chemiepark ansässigen Unternehmen. Hier informierte sich Dr. Reiner Haseloff über den aktuellen Stand. Während der Gespräche wurde deutlich, dass es den Firmen zunehmend schwerer fällt, geeignete Mitarbeiter zu finden und zudem nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden konnten. „Genthin muss noch attraktiver werden, damit sich zukünftige Mitarbeiter hier niederlassen“, so der Tenor. Den Abschluss des Besuchs in der Kanalstadt bildete ein durchaus brisantes Thema: Dr. Reiner Haseloff hörte sich die Sorgen der regional betroffenen Unternehmen, die durch das Naturschutzprogramm „Natura 2000“ ihre Existenz bedroht sehen, an. Auch informierte sich der Landeschef über die aktuelle Arbeitsmarktsituation, Ausbildungsmöglichkeiten und die Wirtschaft in der Einheitsgemeinde Stadt Genthin. Zudem kam die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zur Sprache.