Genthin (püt). Im Stadtkulturhaus waren am Dienstag, 12. Dezember 2017, Hein „Heintje“ Simons, Maximilian Arland und der Fernando Express im Rahmen ihrer Tournee „Weihnachten mit unseren Stars“ zu Gast. Redakteurin Benita Pütsch nutzte die Gelegenheit, um sich mit Heintje zu unterhalten.

Der Genthiner: Im Saal warten 350 Leute auf den Auftritt von ihnen und ihren Kollegen. Einige kommen von weit her, nur um „ihren“ Heintje zu sehen. Waren Sie denn schon mal in Genthin?

Hein Simons:Ich wusste, dass Sie mich das fragen. Nein, Gen-
thin kannte ich bisher noch nicht. Zwar war ich schon in Leipzig, Halle, Magdeburg und einigen anderen Orten in Ostdeutschland, aber Genthin kenne ich gar nicht. Ich lerne jetzt Gegenden kennen, wo ich noch nie war.

Der Genthiner: Haben Sie auf ihrer Fahrt hierher Genthin ein wenig kennenlernen können?

Hein Simons: Wir haben am 10. Dezember 2017 in Kirschau bei Bautzen gastiert. Die Fahrt nach Genthin war sehr lang. Leider habe ich von dieser schönen Kleinstadt nicht viel gesehen. Aber eine schöne Gegend ist das hier. Vor allem die weite, größtenteils unberührte Natur hier
im Jerichower Land gefällt mir sehr.

Der Genthiner: Sie hatten am 12. Dezember 2017 Gelegenheit Genthins Bürgermeister Thomas Barz kennenzulernen. Wie ist Ihr Eindruck?

Hein Simons: Er ist ein echt netter Kerl. Es kommt nicht so oft vor, dass ein Bürgermeister prominente Menschen persönlich in seiner Kanalstadt begrüßt. Herr Barz scheint sich sehr für „seine“ Stadt Genthin zu engagieren. Die Bürgerinnen und Bürger habt hier echt Glück mit ihm.

Der Genthiner:
Wer wartet zuhause auf Heintje?

Hein Simons: Ich bin stolzer Vater von drei Kindern und zweifacher Großvater. Im Februar 2018 kommt mein drittes Enkelkind zur Welt.

Der Genthiner: Der kleine holländische Junge von damals ist längst erwachsen. Mittlerweile sind Sie 62 Jahre alt. Wie rede ich Sie richtig an?

Hein Simons:
Ich werde immer der „Heintje“ bleiben. Das gehört einfach zu mir.

Der Genthiner: Mit Ihren Liedern sind Generationen aufgewachsen. Ihre lausbubenhaftige Art und ihr unwiderstehliches Lächeln verzaubern noch immer. Werden Sie auf der Straße erkannt?

Hein Simons: Wohl jeder sieht noch den Heintje von einst vor sich. Doch das nach 50 Jahren kein kleiner Junge mehr zur Tür hereinkommt, versteht sich von selbst. Viele meiner treuen Fans erkennen mich noch immer sofort.

Der Genthiner: Ihr neues Album heißt „Heintje und ich“. Sie singen hierauf mit sich selbst im Duett. Wie ist das für Sie?

Hein Simons: Ich muss gestehen, dass es anfangs schon etwas komisch war. Aber es hört sich toll an, wenn Hein Simons mit der glockenhellen und hohen Stimme von Heintje im Duett singt.

Der Genthiner: Mit zwölf Jahren trat „Heintje“ mit seinem größten Hit „Mama“ das allererste Mal im Fernsehen auf. Und „Mama“ ist und bleibt ihr größter Erfolg. Singen Sie das Lied heute noch gern?

Hein Simons: Aber natürlich!

Der Genthiner: Wenn Sie auf der Bühne ihren Welterfolg singen, sind Sie mit ihrer Mama auf der Videoleinwand im Hintergrund zu sehen? Das geht schon sehr ans Herz.

Hein Simons: Meine Mama ist nun schon 85 Jahre alt und ich liebe sie sehr. Das ist es, was ich auch meinem Publikum vermitteln möchte.

Der Genthiner:
Trotz Ihres großen Erfolges sind Sie sehr bescheiden und publikumsnah. Wie haben Sie sich Ihre sympathische Art erhalten?

Hein Simons: Ich habe schon immer nach dem Motto gelebt „Nett sein kostet nichts“. Und wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es nunmal heraus. Wenn ich mich nicht allzu dumm anstelle, mögen mich die Leute auch weiterhin. Nicht abzuheben ist sehr wichtig für jeden Künstler.

Der Genthiner:
Wie sieht Ihr Leben außerhalb des Rampenlichts aus?

Hein Simons: Ich bin ein ganz normaler Mensch. Pferde sind meine Leidenschaft. Ich betreibe ich Belgien, unweit von Aachen, einen Reiterhof. Momentan habe ich sechs eigene Pferde und 60 Fremdpferde in Stallung. Ich bin früher selbst viel geritten. Ich wohne ganz in der Nähe meiner Kinder und meiner Mutter.

Der Genthiner: Auch Heintje geht mit der Zeit und ist unter anderem auf den sozialen Netzwerken wie Facebook sehr aktiv. Bekommen Sie heute noch Fanpost?

Hein Simons: Reichlich! Das reißt nicht ab. Ich freue mich über jeden lieben Brief, jede Email und jeden Autogrammwunsch. Es ist manchmal zeitlich recht schwierig, aber ich versuche jeden Brief zu beantworten und werde auch weiterhin jeden Autogrammwunsch erfüllen.

Der Genthiner: Beantwortet Heintje Anfragen und Nachrichten bei Facebook selbst?

Hein Simons: Ja, das bin ich!

Der Genthiner: Haben Sie heute eigentlich noch Lampenfieber?

Hein Simons: Nein, das hat sich mit den Jahren gelegt. Die Leute kommen wegen uns ins Konzert, also mögen sie uns.

Der Genthiner: Wie werden Sie das Weihnachtsfest verbringen?

Hein Simons: An Weihnachten bin ich zuhause. Ich feiere mit meinem Sohn und seiner Familie. Ganz normal mit leckerem Essen und Bescherung. Die Tournee geht am 27. Dezember 2017 weiter.