Jerichow (püt). Am Samstag, 15. September 2018, wird der fertiggestellte Deichabschnitt zwischen Jerichow und Fischbeck im Beisein von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Umweltministerin Claudia Dalbert, weiteren Landespolitikern und regionalen Persönlichkeiten offiziell freigegeben.

Der verheerende Deichbruch bei Fischbeck am 10. Juni 2013 fand Eintrag in die Geschichtbücher. Etwa 150 Quadratkilometer Hinterland im Elbe-Havel-Winkel wurden überflutet. In einer spektakulären Aktion wurden drei Lastkähne gesprengt, um den Deichbruch an der Elbe zu verschließen. Die ganze Elbe-Havel-Region lief voll wie eine Badewanne. Schäden in Milliardenhöhe entstanden landesweit. Evakuierungen, unpassierbare Straßen, enorme Schäden in den Ortschaften, verendete Tiere und das Leid der Bevölkerung sind noch immer im Bewusstsein verankert. Schlamm und Wassermassen drohten die Orte zu ertränken. Unmengen Material wurden seit dem Deichbruch 2013 verbaut, damit Fischbeck und das Umland nicht wieder von der Elbe überschwemmt wird.
Nun, fünf Jahre nach der Überflutung, ist der 6,7 Kilometer lange Deichabschnitt zwischen Jerichow und der Bundesstraße B188 bei Fischbeck fertig saniert. Aus diesem Grund werden am Samstag, 15. September 2018, gegen 11.45 Uhr Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Umweltministerin Claudia Dalbert, weitere Landespoliker und regionale Persönlichkeiten den Deichabschnitt offiziell freigegeben. Hierzu sind alle vom gewaltigen Hochwasser Betroffene und Interessierte recht herzlich eingeladen.
Nach dem Auftritt des Chors der Grundschule Schönhausen und Grußworten wird Burkhard Henning, Direktor des Landesbetriebs für Hochwasserschutz (LHW), über die Deichsanierung und Bauvorhaben des LHW informieren. Am Deich werden Informationsstände des Landesamtes für Archäologie, Munitionsbergung und zum weiteren Bauvorhaben des LHW in und um Fischbeck und der Verwaltungsgemeinschaft informieren. Mit dem Durchschneiden des Bandes wird der Deichabschitt eingeweiht.