Parchen (püt). An und in der Leinölmühle in Parchen fand am 30. September 2018 der Tag der Regionen mit zahlreichen Aktivitäten statt.

Kaum eine Verschnaufpause gönnte sich Ernst Adolf Kampe, Inhaber der Leinölmühle. Auch in diesem Jahr hat der Öko-Landwirt zum Tag der Regionen geladen. Zahlreiche Gäste aus nah und fern verbrachten einen erlebnisreichen Sonntag in Parchen. Schlag auf Schlag löste ein Programmpunkt den anderen ab. Der Ernte des Buchweizenpollens folgten das Schaupflügen mit Haflingern. Mit großen Augen standen unzählige kleine Gäste vor dem riesigen Mähdrescher, der abwechselnd mit ihnen seine Runden drehte. Große Beliebtheit erfuhr auch der knallrote 2006-er Belarus mit Kremser. Vier Kilometer wurden die Besucherinnen und Besucher von Treckerbesitzer Dennis Kotzam und Eric Schwamm durch die idyllische Natur um Parchen chauffiert. Durch das Buchweizenfeld ging die halbstündige Fahrt im Schritttempo vorbei an der Kiwi-Plantage, Spargelfeld, Wiesen und Ölkürbisfeld. Während die gemütliche Fahrt für die Erwachsenen die ideale Möglichkeit zum Entschleunigen bot, freuten sich die Kinder über den Ausflug über Feld und Wiesen hinein in den dichten Wald. Neugierige Rehe, die während der Fahrt den Weg kreuzten, sorgten ebenfalls für staunende Gesichter. Am diesjährigen Tag der Regionen wartete in Parchen ein weiterer Höhepunkt auf die Gäste: Die Besichtigung des ehemaligen Pfarrhauses. Im August 2018 zog in das seit Jahrzehnten unbewohnte Fachwerkhaus mit Elisabeth und Michael Vajna, Sohn August und Tochter Eleonore wieder Leben ein. Bereits vor zwei Jahren entschlossen sich der Komponist und die Psychologin zum Kauf des alten Pfarrhauses. Am Sonntag ermöglichte das Ehepaar den Gästen einen Blick in ihr noch nicht ganz fertiggestelltes Zuhause und beantworteten viele Fragen zur Geschichte der imposanten Immobilie. Sehr positiv wurden die „Fremden“ in Parchen aufgenommen. Mit musikalischer Begleitung wurden die Gäste durch das Pfarrhaus geführt. Für vielfältige Gaumenfreuden wurde an und in der Leinölmühle gesorgt. Erstmals wurde eine eigens für Parchen hergestellte Brotsorte während des Tages präsentiert: Das Roggenkleinkornbrot. In kürzester Zeit waren die Brote nahezu vollständig verkauft. Das Besondere an diesem Brot stand hier im Vordergrund: alle Zutaten werden in Parchen angebaut. Geplant ist, das Roggenkleinkornbrot 2019 regelmäßig in Parchen anzubieten. Der Tag der Regionen war in diesem Jahr abermals ein voller Erfolg.